Sieg in Münster wäre ein großes Ding für Dotchev!

Von Januar 2012 bis September 2013 war Pavel Dotchev Trainer in Münster. Hier gibt er seinem damaligen Schützling Stefan Kühne Anweisungen.
Von Januar 2012 bis September 2013 war Pavel Dotchev Trainer in Münster. Hier gibt er seinem damaligen Schützling Stefan Kühne Anweisungen.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Abgeklärt soll sein Team am Sonnabend (14 Uhr) auftreten, wenn es in Münster um drei wichtige Punkte geht. Für Pavel Dotchev wird es „emotional“, wie er zugibt. Denn er trainierte die Preußen von Janaur 2012 bis September 2013.

„Dieses Spiel hat zwei Seiten, eine sportliche und eine gefühlsmäßige“, so Dotchev. Die zweite will er ausblenden. „Ich war damals mit Münster auf einem guten Weg, musste aber nach sieben Spielen gehen. Das habe ich nicht verstanden“, sagt der 50-Jährige.

Aber das ist abgehakt. Nach knapp zwei Jahren ohne Job holte ihn der FC Erzgebirge. Und mit diesem will er auf der Überholspur bleiben. Er rückt die erste Seite in den Vordergrund, die sportliche.

„Münster ist eine Spitzenmannschaft. Mit Marcel Reichwein, Amori Bischoff und Dennis Kara haben sie Spieler in den Reihen, die ein Spiel allein entscheiden können“, lobt er die Truppe seines Nachfolgers Ralf Loose.

In der Vorwoche in Dresden (0:0) schwang Münster die Maurerkelle, zementierte sich in der eigenen Hälfte ein. Ganz so defensiv erwartet Dotchev den Gastgeber nicht, aber auch nicht zu offensiv: „Das ist die Taktik der Preußen.

Sie werden hinten dicht machen und erstmal abwarten, was passiert. Wenn nötig, legen sie in der Offensive noch einen drauf.“ Mit Erfolg, Münster verlor erst zwei Spiele - daheim gegen Mainz II. und in Magdeburg.

Von seinen Jungs erwartet Dotchev eine Leistung wie in den vergangenen drei Spielen. In Chemnitz, gegen Dresden und zuletzt gegen Köln spielte Aue nahezu aus einem Guss. „Wir sind gut drauf, müssen aber wieder dieses Feuer zeigen, über die Schmerzgrenze gehen. Nur dann können wir gewinnen.“

Keine Frage: Ein Sieg wäre für Dotchev ein großes Ding, eine Genugtuung.

Fotos: Picture Point, imago/Eibner


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