Aue sagt "Danke Dynamo! Danke Heidenheim!"





Im "Ham Ham" feierte die Mannschaft den Klassenerhalt bis in die frühen Morgenstunden.
Im "Ham Ham" feierte die Mannschaft den Klassenerhalt bis in die frühen Morgenstunden.  © picture point/Sven Sonntag

Aue - „Durch das Gedränge der Menschenmenge bahnen wir uns den altbekannten Weg. Entlang der Gassen zu den einen Terrassen, über die Brücke, bis hin zu der Musik. Wo alles laut ist, wo alle drauf sind, um durchzudrehen. Wo die anderen warten, um mit uns zu starten und abzugehen.“

An Tagen wie diesen haben die Kicker des FCE den Abend bei einem zünftigen Abendessen an den Düsseldorfer Rheinterrassen ausklingen lassen und den Hit der Toten Hosen mehrfach angestimmt.

Mann, war das eine Befreiung! Wer nach dem 1:4 gegen Dynamo noch an den direkten Klassenerhalt glaubte, galt als Phantast. Diese unglaubliche Serie hat Kraft gekostet - physisch wie psychisch.

Das Team hat daran geglaubt, an sich und an Trainer Domenico Tedesco, der seine Reifeprüfung abgelegt hat.

Der Dank der Auer Fans an ihr Team: „Spitzenrückrunde - Sauber Männer!“
Der Dank der Auer Fans an ihr Team: „Spitzenrückrunde - Sauber Männer!“  © picture point/Sven Sonntag

Der Druck ist abgefallen, auch wenn der Coach sagt: „Das zu realisieren, dauert noch ein paar Tage. Jetzt knabbere ich noch ein bisschen am Spiel. Wir konnten dem Druck dieses Mal nicht standhalten, haben verdient 0:1 bei der Fortuna verloren. Trotzdem bin ich einfach nur glücklich und freue mich für die Jungs, den Verein und die Fans.“

Kapitän Martin Männel fand die richtige Antwort darauf: „Wir haben es uns in den letzten Wochen erarbeitet, dass wir heute verkrampft sein und verlieren durften. 16 von 18 möglichen Punkten daheim unter dem neuen Trainer - das war die Rettung.“

Jedes „Veilchen“ wusste, bei wem es sich auch für den direkten Klassenerhalt bedanken durfte. Ausgerechnet bei Heidenheim und Dresden. „Dank an den 1. FCH, Dank an Dynamo. Das war profihaft“, ballte der Präsident die Fäuste. „Die zwei Mannschaften haben großen Sport gezeigt und sich im letzten Spiel reingekniet. Dafür ein großes Lob.“

Heidenheim hatte vor zwei Jahren ähnlich agiert, beim 2:2 dort war Aue abgestiegen. „Irgendwann gleicht sich dann doch alles aus. 2015 waren wir die Leidtragenden, jetzt ist es 1860. So ist der Fußball. Heidenheim hat alles gegeben, hat wie damals gegen uns nichts hergeschenkt. Da kann man nur danke sagen. Gleiches gilt für Dynamo“, so Männel.

Irgendwann haben die „Veilchen“ Düsseldorf dann doch verlassen. Als es schon hell war, stiegen die Helden in Aue aus dem Bus. Müde, aber überglücklich und immer auf den Lippen: An Tagen wie diesen ...





Auch Altmeister Christian Tiffert schnappte sich das Megaphon.
Auch Altmeister Christian Tiffert schnappte sich das Megaphon.  © picture point/Sven Sonntag
Er lebe hoch: Aue-Trainer Domenico Tedesco feiert mit seinen Spielern.
Er lebe hoch: Aue-Trainer Domenico Tedesco feiert mit seinen Spielern.  © picture point/Sven Sonntag

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