Pechvogel Miatke will sich zurück ins Team kämpfen

Derzeit schuftet Nils Miatke täglich in der Reha für sein Comeback.
Derzeit schuftet Nils Miatke täglich in der Reha für sein Comeback.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Wenn es am Freitag mit den Neujahrswünschen losgeht, wird Nils Miatke diese besonders dankend annehmen. Gesund bleiben, mehr will der 25-Jährige nicht.

Er war der Auer Pechvogel des Jahres. Im März zog er sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Bei seiner ersten Trainingseinheit vor drei Wochen riss ihm der Meniskus. 2016 soll alles besser werden: „Ich kenne das ja schon. Bei meinem Kreuzbandriss im linken Knie war das auch so.

Erst der Riss und später der Meniskusschaden. Daher war das zwar ein Rückschlag, aber vom Kopf her habe ich das gut weggesteckt. Ich kann ja jetzt nicht aufgeben.“

Am Sonnabend geht sein Jahr los. „Ich werde zum Trainingsauftakt da sein, aber noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Ganz soweit bin ich noch nicht. Derzeit bin ich noch täglich in der Reha“, so der Außenverteidiger.

März 2015: FC Erzgebirge Aue vs. FC Ingolstadt. Nils Miatke musste in der ersten Spielhälfte verletzt ausscheiden.
März 2015: FC Erzgebirge Aue vs. FC Ingolstadt. Nils Miatke musste in der ersten Spielhälfte verletzt ausscheiden.

Deshalb steht auch das Trainingscamp in Side noch auf der Kippe: „Mein Plan ist es, mitzufliegen. Aber ich muss das mit dem Trainerteam besprechen, ob es Sinn macht oder ob ich lieber die zehn Tage hier bleibe und mein Programm abspule.“

Druck macht er sich dabei keinen. Das wäre für ihn nicht produktiv. Auch nicht, wann er wieder auf dem Platz steht. „Das ist ohnehin schwer zu sagen. Ich hoffe im März, vielleicht auch eher. Aber ich muss auch schauen, was der Körper sagt. Nach dem letzten Riss ging es ziemlich schnell.“

Aber mal Hand aufs Herz: Hat er sich in den quälenden Monaten in der Reha auch mal einen Kopf gemacht, wenn es mit dem Knie nix mehr wird? „Natürlich“, sagt er. „Es wäre fatal, nicht darüber nachzudenken, was danach kommt. Ich habe einen Plan B, aber Plan A ist für Aue Fußball zu spielen. Darauf arbeite ich hin. Ich möchte wieder auf dem Rasen stehen und das Flair erleben“, schaut er nach vorn.

Die MOPO wünscht ihm dafür erst mal eins: Ein gesundes neues Jahr!

Fotos: picture point/Sven Sonntag


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