Dynamo kann wieder nicht in Aue gewinnen!

Der Ball schlägt zur Dynamo-Führung ein. Männel ohne Chance.
Der Ball schlägt zur Dynamo-Führung ein. Männel ohne Chance.

Von Sebastian Wutzler

Aue - Kein Sieger im Sachsenderby! Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden trennten sich vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Erzgebirgsstadion 1:1 (0:1). Die Schwarz-Gelben warten nun seit fast 20 Jahren auf einen Sieg bei den Veilchen.

Pascal Testroet brachte die Gäste in einer rassigen Partie in der 19. Minute in Führung. FCE-Verteidiger Steve Breitkreuz sorgte in der 72. Minute für den nicht unverdienten Ausgleich.

Während Aue-Trainer Pavel Dotchev der Siegerelf von Chemnitz vertraute, sorgte Dynamo-Coach Uwe Neuhaus mit seiner Aufstellung für eine kleine Überraschung.

Aias Aosman musste auf der Bank Platz nehmen, Jim-Patrick Müller, Torschütze beim 1:0-Sieg vor einer Woche im Landespokal in Auerbach, spielte dafür von Beginn an.

Andreas Lambertz versucht sich gegen zwei Auer durchzusetzen.
Andreas Lambertz versucht sich gegen zwei Auer durchzusetzen.

Für den ersten Derby-Aufreger sorgte ein Dresdner – allerdings unfreiwillig. Quirin Moll köpfte nach einem Aue-Freistoß knapp über das eigene Tor (7.).

Das aggressive Pressing der Gastgeber stellte die Dresdner zunächst vor Probleme im Spielaufbau. Erst nach einer Viertelstunde fand der Spitzenreiter Lücken in der Auer Abwehr. Konnte Martin Männel in der 18. Minute einen Schuss von Testroet noch entschärfen, war der FCE-Schlussmann eine Minute später chancenlos.

Nach einer Flanke von Nils Teixeira sprang Testroet am langen Pfosten höher als Aues Verteidiger Calogero Rizzuto und köpfte zum 0:1 ein (19.).

Die Gastgeber reagierten angefressen und drängten auf den schnellen Ausgleich. Mario Kvesic zog in der 22. Minute aus der Distanz ab, Dynamo-Keeper Jeff Kornetzky klärte mit den Fingerspitzen zur Ecke. Auf der Gegenseite konnte sich Männel bei einem Volleyschuss von Teixeira auszeichnen (26.)

Bis zur Pause beruhigte sich das Geschehen, wobei Dynamo inzwischen klar die Spielkontrolle übernommen hatte.

Der Ausgleich durch Breitkreuz.
Der Ausgleich durch Breitkreuz.

Im zweiten Durchgang waren gefährliche Strafraumszenen oder Schüsse aufs Tor zunächst Raritäten.

Ein 20-Meter-Freistoß von Marvin Stefaniak (64.), den Männel parierte, und ein Versuch von Simon Skarlatidis, der von Kornetzky entschärft wurde (65.), waren der Auftakt in eine schwungvolle Schlussphase.

In der 68. Minute hatte Dynamo zunächst Dusel: Kornetzky bekam nach einer Ecke den Ball nicht zu fassen, von Giuliano Modica kullerte die Kugel nur um wenige Zentimeter am Tor vorbei.

Wenig später war Kornetzky machtlos: Im Anschluss an einen Freistoß kam Breitkreuz vor Dynamo-Kapitän Michael Hefele an den Ball und versenkte die Kugel aus Nahdistanz zum 1:1 (72.). Die Partie war wieder offen.

Beide Teams wollten nun den Sieg. In der 78. Minute war Dynamo dicht dran, wieder in Führung zu gehen. Doch Andreas Lampertz schloss einen Konter zu überhastet ab. Sein 18-Meter-Schuss segelte weit übers Auer Tor.

Auf der Gegenseite fand Max Wegner bei einem Versuch aus 16 Metern in Kornetzky seinen Meister (85.).

Dynamos letzte Chance vergab der eingewechselte Aosman, der in der Nachspielzeit knapp vorbei schoss. Somit blieb es beim 1:1.

Erfreulich: Auf und neben dem Platz blieb es während der 90 Minuten friedlich. Beide Fan-Lager verzichteten auch auf kostspielige Pyro-Einlagen.

Vor dem Spiel wurde bei den Sicherheitskontrollen genau hingeschaut.
Vor dem Spiel wurde bei den Sicherheitskontrollen genau hingeschaut.

Fotos: Picture Point (3), Worbser (2)


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