Darum ist Tiffert für Aue so wichtig!

Christian Tiffert bei der Life-Kinetik. Er jongliert mit dem Fußball und einem kleinen Plasteball. Der 33-Jährige blüht im Team richtig auf, ist Chef auf dem Platz.
Christian Tiffert bei der Life-Kinetik. Er jongliert mit dem Fußball und einem kleinen Plasteball. Der 33-Jährige blüht im Team richtig auf, ist Chef auf dem Platz.

Von Thomas Nahrendorf

Side - Er ist der Chef auf dem Feld. Er gibt den Takt vor. Nach ihm richten sich vor allem die Jungen. Sie nehmen sich an ihm ein Beispiel. Die Rede ist von Christian Tiffert!

Irgendwann dieser Tage war das Trainingsspiel wild, jeder redete, keiner konzentrierte sich. Da wurde es Tiffert zu bunt: „Ruhe, hört mit dem Gequatsche auf. Spielt Fußball“, ließ er einen Brüller los - und sofort funktionierte es.

Die Szene zeigt den Stellenwert des 33-Jährigen im Teams. Tiffert lässt weder den Macker raushängen, noch ist er Wortführer. Aber wenn er gebraucht wird, sind seine Ansagen klar und deutlich.

Er hat in seiner Karriere viel erlebt, ging durch etliche Vorbereitungen. Er spielte in der 1./2. Bundesliga, auch in der MLS in Seattle. Da nimmt man viel mit und gibt es weiter - gerade in reinen Trainingsphasen.

Gibt’s zwischen den Ligen oder Deutschland und den USA Unterschiede in der Vorbereitung? „Ein, zwei“, sagt Tiffert, „aber nicht viele. Die Amis spielen die Meisterschaft im Kalenderjahr, die fangen jetzt irgendwann an, da gibt’s nur eine kurze Sommerpause. Das hat mir gefallen.“

Es ist also ähnlich wie jetzt in der 3. Liga mit der Winterpause. Seit dem Spiel gegen Großaspach ist noch nicht mal ein Monat vergangen, in einer Woche geht’s in Stuttgart bei den Kickers schon weiter.

„Ja, so in etwa ist das. Ich mag das. Mir reichen zehn Tage Pause. Die hatte ich zwischen Weihnachten und Neujahr. Aber jetzt kann es wieder losgehen.“

Tiffert fühlt sich derzeit aber etwas müde. „Das kommt davon, dass ich keine Vorbereitung im Sommer und ein Jahr Pause hatte. Das merke ich schon.“

Übrigens: An einige Vorbereitungen kann er sich noch sehr gut erinnern. „Ich habe in Stuttgart drei Jahre unter Felix Magath trainiert. Da waren schon ordentliche Dinger dabei. Ob ich die jetzt noch mit fast 34 noch durchstehen würde, weiß ich nicht“, lacht Tiffert.

Bei der Erwärmung wird auch mal Handball gespielt. Hier versucht Christian Tiffert (l.), Cebio Soukou den Ball abzuluchsen.
Bei der Erwärmung wird auch mal Handball gespielt. Hier versucht Christian Tiffert (l.), Cebio Soukou den Ball abzuluchsen.
Auch bei den FCE-Fans ist Tiffert beliebt.
Auch bei den FCE-Fans ist Tiffert beliebt.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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