„Veilchen“ verpassen die Chance, sich abzusetzen!

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke (li.), Vater von FCE-Kicker Pascal, begrüßt vor dem Anpfiff Aue-Coach Pavel Dotchev.
Bundestorwarttrainer Andreas Köpke (li.), Vater von FCE-Kicker Pascal, begrüßt vor dem Anpfiff Aue-Coach Pavel Dotchev.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Die Serie hält! Aue ist jetzt seit elf Spielen ohne Niederlage. Doch der FCE verpasste es vor 6000 Zuschauern, den Abstand auf Platz drei entscheidend zur vergrößern. Gegen die Würzburger Kickers reichte es nur zum einem 0:0.

Am Willen lag es nicht, sondern an den Ideen. Die Unterfranken bauten eine unüberwindbare Mauer auf, verteidigten die mit offenen Messern. Es war keine schöne Partie, die von der Aggressivität lebte.

Wie heißt es im Kinofilm „Werner Beinhart“ in der Anfangszene zwischen Holzbein Kiel und Süderbrarup so schön: Nicht ganz fair, aber fein. Hier ging es sofort zur Sache. Es krachte nahezu bei jedem Duell.

Aues Cebio Soukou (r.) im Zweikampf mit Dominik Nothnagel.
Aues Cebio Soukou (r.) im Zweikampf mit Dominik Nothnagel.

Würzburg ging ganz in Bernd-Hollerbach-Manier derart beherzt in die Zweikämpfe, da blieb einem öfters die Spucke weg. Aue kam daher gar nicht dazu, sein Spiel aufzuziehen, sondern musste erstmal genauso energisch entgegentreten - buchstäblich.

Ohne blaue Flecken dürfte keiner vom Rasen sein. Die Kickers griffen zudem zeitig an, ließen den FCE nicht zur Entfaltung kommen. Der Ballführende hatte sofort zwei Würzburger an der Hacke. Die gewannen zudem viel zu viele zweite Bälle.

Daher blieb der spielerische Glanz völlig auf der Strecke. Im Aufbau agierten die „Veilchen“ zu fehlerhaft. Da mangelte es an der Genauigkeit. Nur selten kam so etwas wie Fluss auf. Chancen gab es daher keine, auf dem Weg dorthin versprangen Max Wegner (6.) und Mario Kvesic (31.) die Bälle.

Bei derart defensivstarken Teams war aber auch kein Feuerwerk zu erwarten.

Wegen des Stadionneubaus hatten die Besucher der Stadiongaststätte beste Sicht auf das Spielfeld.
Wegen des Stadionneubaus hatten die Besucher der Stadiongaststätte beste Sicht auf das Spielfeld.

Die zweite Hälfe begann dann aber sogleich mit einer guten Möglichkeit. Wegner bediente Christian Tiffert. Dessen Hereingabe platzierte Wegner (48.) per Kopf in den Winkel, doch Robert Wulnikowski wischte den Ball ganz groß über die Latte.

Wenig später passte er auf, war einen Tick eher am Ball als der durchbrechende Kvesic. Das war knapp. Jetzt häuften sich die Chancen für die Auer, die druckvoller agierten. Die „Veilchen“ wollten das eine siegbringende Tor. Sie kämpften, ackerten, bissen, aber spielten zu wenig.

Würzburg agierte wie in Hälfte eins, kompromisslos und immer an der Grenze des Erlaubten. Die dickste Chance des zweiten Durchgangs leitete der eingewechselte Adler (74.) ein, an dessen Flanke rutschten Wegner und Cebio Soukou um Haaresbreite vorbei.

Danach fiel dem FCE nichts mehr ein, um die Mauer der Unterfranken zu knacken.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0