2:0! Aue siegt bei Stadion-Abschiedsparty

Simon Skarlatidis trifft zum 1:0.
Simon Skarlatidis trifft zum 1:0.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Himmelblau liegt dem FC Erzgebirge. Nach den Stuttgarter Kickers und dem Chemnitzer FC, die ebenfalls in diesen Farben spielen, wurde auch Fortuna Köln bezwungen. Aue siegte vor 6500 Zuschauern sicher mit 2:0 (2:0).

Gleichzeitig war es ein würdiger Abschied des alten Stadions. Die drei Punkten passten natürlich wunderbar ins Bild. Fans und Spieler feierten nach dem Abpfiff eine stimmungsvolle Party.

Pavel Dotchev schickte zum dritten Mal in Folge die selbe Elf auf den Rasen. Und die zeigte Lust und Laune, Fußball zu spielen. Was Aue in den ersten 45 Minuten bei Wind und Wetter zeigte, war sehenswert.

Der Ball lief flüssig durch die Reihen, da waren klasse Spielzüge dabei.

Nicky Adler staubte zum 2:0 ab.
Nicky Adler staubte zum 2:0 ab.

Der FCE zeigte eine seiner besten Saisonleistungen. Klar kam nicht jeder Ball an, aber der wurde meist postwendend zurückgeholt.

Köln kam nicht zum Zuge, hätte aber dem Spiel nach 100 Sekunden eine komplett andere Richtung geben können.

Einen Schuss aus der Drehung Hamdi Dahmani aus 16 Metern parierte Martin Männel großartig. Das war aber der letzte Ball, den er in diesem Spiel in den Händen hielt.

Von da spielte nur noch der FCE und belohnte sich auch: Einen von der Fortuna abgewehrten Ball angelte sich Philipp Riese, schickte Simon Skarlatidis (23.) steil. Der ließ sich die Chance zu seinem ersten Saisontor nicht entgehen.

Das 2:0 acht Minuten später war äußerst sehenswert. Eine abgeblockte Ecke landete bei Riese, dessen langen Diagonalball gab Eckenschütze Calogero Rizzuto direkt in die Mitte.

Adam Susac nahm das Ding volley. Kölns Keeper Andre Poggenborg parierte prächtig, doch den abspringende Ball schob Nicky Adler ein.

Torschütze Skarlatidis kreuzte vor Freude die Hämmer, Adler und Philipp Riese jubelten mit.
Torschütze Skarlatidis kreuzte vor Freude die Hämmer, Adler und Philipp Riese jubelten mit.

Die zweite Hälfte begann mit tosendem Applaus für einen Kölner. Oliver Schröder kam in die Partie.

Er spielte von 2010 an fünf Jahre in Aue, wurde mit Sprechchören begrüßt - sieht und hört man auch nicht oft.

Auf dem Feld begnügte sich Aue mit der Spielkontrolle, ließ zwei, drei Mal seine Klasse aufblitzen, agierte aber nicht mehr so zielstrebig wie zuvor. Trotzdem lag das 3:0 häufiger in der Luft als ein Kölner Anschlusstreffer.

Das war auch das einzige Manko: Der FCE hätten gegen die schwachen Fortunen etwas fürs Torverhältnis machen müssen. Mario Kvesic (67.) und Max Wegner (72.) ließen beste Chancen ungenutzt.

Skarlatidis (81.) traf mit einem Schrägschuss nur den Pfosten.

Den Fans war das egal, sie feierten sich und ihr Teams mit La-Ola-Wellen und dem Steigerlied.

Fotos: p.p.


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