Mit jedem Spiel schwindet die Chance, Aues Iyoha zu halten!

Aue - "Emma, mach' hinne, ich muss mal!" Jan Hochscheidt stand nach dem 2:1-Sieg auf St. Pauli zusammen mit einem älteren Herren wippend in der Mixed Zone. Aber Emmanuel Iyoha gab noch fleißig Interviews und genoss das, plauderte lange. Die beiden Auer Matchwinner mussten zur Dopingprobe. Ob er dort so schnell war wie auf dem Feld, ist nicht bekannt. Auf dem Rasen hat der 20-Jährige mal wieder geliefert.

Emmanuel Iyoha (vorn,r.) pflückt den Ball auch unter Bedrängung des Paulianers Florian Carstens runter.
Emmanuel Iyoha (vorn,r.) pflückt den Ball auch unter Bedrängung des Paulianers Florian Carstens runter.  © picture point/Sven Sonntag

Mit Iyoha, das ist ein verdammt zweischneidiges Schwert für die Veilchen.

Der Junge ist nur bis Juni von Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Aue will ihn kaufen. "Mit jedem Auftritt in der Form wird es für uns schwieriger, Argumente zu sammeln, dass er bei uns bleibt", weiß Trainer Daniel Meyer. Du kannst ihn ja nicht verstecken, du brauchst ihn. Wie er auf St. Pauli immer wieder mit seinen Sprints und Flanken die gegnerische Abwehrreihe auseinanderriss, das war schon sehenswert. Dazu verfügt der lange Schlacks noch über eine starke Technik. Nicht umsonst bereitete er beide Tore von Jan Hochscheidt vor.

"Wir werden es trotzdem versuchen. Wir haben Emma die Möglichkeit gegeben, hier stabil zu spielen, in seiner Entwicklung die nächsten Schritte zu gehen. Er muss irgendwann mal entscheiden, was seine Option ist und ob es nicht vielleicht Sinn macht, noch ein Jahr bei uns 2. Liga zu spielen. Das halte ich gar nicht für so unwahrscheinlich", hofft Meyer auf einen Verbleib seines Juwels.

Am Millerntor ließ sich Iyoha auch nicht davon beeindrucken, dass er die erste große Chance der Partie vergab. Er blieb beim Stand von 0:0 an der Fußspitze von Pauli-Keeper Robin Himmelmann hängen. "Du musst das abschütteln und einfach weitermachen. Zu grübeln hilft nicht, dann musst du eben die nächste Chance reinmachen - oder auflegen", lachte Iyoha.

Vor allem die Vorbereitung des zweiten Treffers war Sahne: "Jan köpft zu mir. Ich stehe mit dem Rücken zum Tor. Ich kenne ja seine Laufwege, habe irgendwie gehört, dass Jan hinter mir einläuft und habe nur noch versucht, den Ball in seine Richtung zu bekommen. Wie er es dann vollendet, das war fast schon Weltklasse", grinste Iyoha, nahm Hochscheidt an die Hand und verschwand zur Dopingprobe.

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