"Kein Drittligaformat": FSV-Coach Ziegner beschimpft den Schiedsrichter

Der Chemnitzer Siegtreffer vor halbleeren Rängen: Dennis Mast (nicht im Bild) hat abgezogen, FSV-Keeper Johannes Brinkies ist machtlos.
Der Chemnitzer Siegtreffer vor halbleeren Rängen: Dennis Mast (nicht im Bild) hat abgezogen, FSV-Keeper Johannes Brinkies ist machtlos.

Chemnitz / Zwickau - In den Frust über das vorzeitige Aus im Sachsenpokal (zum Spielbericht) mischte sich auf Seiten des FSV Zwickau eine gehörige Portion Wut. Dabei haderten die Westsachsen nicht unbedingt nur mit der eigenen Defensivarbeit, sondern vor allem mit der Leistung der Unparteiischen.

"Es ist ärgerlich, dass es der sächsische Fußballverband nicht schafft, bei einem Duell zweier Drittligisten, Schiedsrichter aufzubieten, die auch Drittligaformat haben. Das ist in einem Halbfinale besonders bitter, wenn es für beide Vereine wirtschaftlich um viel geht", übte Torsten Ziegner harsche Schiedsrichter-Kritik.

Der FSV-Coach stieß sich an der, für ihn, spielentscheidenden Szene in der dritten Minute der Verlängerung. Johannes Brinkies nahm einen an sich harmlosen Ball deutlich vor der Grundlinie auf, das Gespann um Referee Lars Albert von RB Leipzig entschied jedoch fälschlicherweise auf Eckball. Im Anschluss daran erzielte Dennis Mast den schmeichelhaften, unter dem Strich aber nicht unverdienten Siegtreffer. "Der Schiedsrichter muss das Spiel nicht durch so eine sinnlose Aktion entscheiden", echauffierte sich Ziegner.

Torsten Ziegner hatte nach dem Spiel den Kanal voll - wegen des Schiedsrichters.
Torsten Ziegner hatte nach dem Spiel den Kanal voll - wegen des Schiedsrichters.  © Picture Point

Allerdings resultierte das 1:2 aus Zwickauer Sicht nicht direkt aus der "Phantom-Ecke", sondern dem zu schlecht verteidigten zweiten Ball.

"Natürlich ist der Treffer eine Folgeaktion, den wir auf unsere Kappe nehmen müssen. Wir bekommen wieder zwei Tore nach Standardsituationen, was nicht passieren darf", schilderte Ziegner.

Schon beim 0:1 durch Björn Jopek agierte die FSV-Abwehr zu nachlässig. "Am Ende verlieren wir mal wieder durch ein Standardgegentor. Da müssen wir uns cleverer anstellen und konzentrierter sein", forderte Ronny König.

Der Toptorjäger des FSV hatte an alter Wirkungsstätte den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert. "Ich habe mich über das Tor hier gefreut, verloren haben wir aber trotzdem", war König zerknirscht.

In einer ganz anderen Gefühlswelt bewegte sich hingegen CFC-Torschütze Jopek, dessen maßgenauer Schlenzer in den rechten Giebel den Torreigen eröffnete. "Das letzte Mal habe ich so ein Tor gegen Ingolstadt erzielt", blickte der 23-Jährige zwei Jahre zurück.

Sein "Tor des Monats" war einer der wenigen Lichtblicke in einer über weite Strecke zähen Partie: "Was zählt, ist das Weiterkommen. Wie das zustandekommt, ist egal", unterstrich Jopek.


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