Großer Derby-Check: Das spricht für den CFC, das für den FSV Zwickau

Chemnitz / Zwickau - Sechs Punkte und vier Plätze trennen die ewigen westsächsischen Rivalen derzeit voneinander. Chemnitz will mit einem Sieg im heutigen Derby zu den Nichtabstiegsplätzen aufschließen, Zwickau den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf neun Zähler vergrößern. Wer kommt mit seinem Vorhaben durch? Wie sind die Teams aufgestellt? TAG24 macht den Teamcheck.

Jakub Jakubov kann's auch mit Ball am Fuß. In seiner ersten Drittliga-Saison liefert der Torwart konstant gute Leistungen ab.
Jakub Jakubov kann's auch mit Ball am Fuß. In seiner ersten Drittliga-Saison liefert der Torwart konstant gute Leistungen ab.  © Picture Point / Gabor Krieg

Tor

Zwickaus Kapitän Johannes Brinkies gehört zu den besten Torhütern der 3. Liga. Derzeit ist er nach Kicker-Noten bester Schwan (2,62) - Platz zwei bei den Keepern hinter "Krake" Markus Kolke (Rostock/2,53). In 17 Partien hielte er siebenmal zu null. Einzig Nico Mantl (Haching/8) hielt seinen Kasten häufiger sauber.

Jakub Jakubov spielt seine erste Drittliga-Saison. Die letzten sechs Spielzeiten hielt er durchweg in der Regionalliga Nordost. Eigentlich unglaublich! Was der reflexstarke Schlussmann bisher abliefert, ist á la bonne heure. Er blieb allerdings nur in den Heimspielen gegen Magdeburg und Würzburg (jeweils 0:0) ohne Gegentreffer. Dieser Punkt geht an Brinkies - Chemnitz vs. Zwickau 0:1

Abwehr

Sie war lange die Chemnitzer Achillesferse. Ex-Coach David Bergner bekam nie die gewünschte Stabilität hinein. Egal ob mit Vierer- oder Fünferkette, der Club kassierte im Schnitt zwei Tore pro Spiel. Auch unter Interimscoach Sreto Ristic setzte sich der Trend fort. Erst mit Patrick Glöckner kehrte Stabilität ein. In sieben von acht Partien ließ der neue CFC-Coach die gleiche Abwehrreihe verteidigen. Das Ergebnis: Die Gegentorquote sank auf 1,375 pro Partie.

Hopp oder Top heißt es bei Rot-Weiß. Sieben Zu-Null-Spiele toppt nur Unterhachings Defensive. Dafür setzte es in den restlichen zehn Partien 25 Gegentore. Eine ganz enge Kiste. Für Chemnitz spricht die Konstanz in den letzten Spielen - 1:1.

Chemnitz - Zwickau: Besonders interessant wird das Sturmduell

Johannes Brinkies macht sich gaaanz lang. Der FSV-Schlussmann zählt zu den Besten seiner Garde in der 3. Liga.
Johannes Brinkies macht sich gaaanz lang. Der FSV-Schlussmann zählt zu den Besten seiner Garde in der 3. Liga.  © Picture Point / Roger Petzsche

Mittelfeld

Himmelblau kommt über die flinken Rafael Garcia und Tarsis Bonga. Wenn sie ins Laufen kommen, wird es für jeden Gegner schwer. Im Zentrum räumt Spättransfer Daniel Bohl ab. Er verleiht dem CFC Stabilität und bringt als einer der Wenigen die nötige Drittligaerfahrung mit.

Genau über die verfügt Zwickaus Mitte - allen voran der Ex-Chemnitzer Julius Reinhardt. Der 31-Jährige bildet mit dem jungen Leon Jensen eine resolute Doppelsechs. Erfahrung bringen auch Nils Miatke und Morris Schröter mit. Für kreative Momente sorgt Fabio Viteritti. Die Westsachsen sind breiter besetzt - 1:2.

Sturm

Philipp Hosiner ist ein Glücksgriff! Seit dem Rausschmiss von Daniel Frahn fehlte ein echter Knipser. Der konnte mit dem 30-Jährigen zugeführt werden. Fünf Treffer in zehn Spielen sprechen für sich. Dazu strahlt der Torjäger eine Lockerheit und Leichtigkeit aus, von der ein Eigengewächs wie Erik Tallig (drei Tore) sichtlich profitiert.

Ronny König ist im Zwickauer Angriff nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt. Er bindet mit seiner Präsenz häufig zwei Verteidiger und schafft damit Freiräume, die in erster Linie seinem Sturmpartner Elias Huth (sieben Tore) zu Gute kommen. Das Spiel ist absehbar - auch wenn ein König nur schwer zu stoppen ist. Punkt Chemnitz - 2:2.

Rafael Garcia (l.) und Morris Schröter dürften heute im Mittelfeld wieder ihre Klingen kreuzen.
Rafael Garcia (l.) und Morris Schröter dürften heute im Mittelfeld wieder ihre Klingen kreuzen.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

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