FSV-Torhüter Brinkies muss nach OP noch kürzer treten

Zwickau - Johannes Brinkies ist für den FSV Zwickau unverzichtbar. Seit zwei Jahren hütet der 24-Jährige bei den Westsachsen den Kasten. Er verpasste bisher nur eine Partie, letzte Saison gegen Fortuna Köln (1:0), um Ersatzmann Lukas Cichos einen Startelf-Einsatz zu verschaffen.

Johannes Brinkies (l.) darf sich noch nicht überlasten, Physio Sven Schubert passt da aber natürlich auf.
Johannes Brinkies (l.) darf sich noch nicht überlasten, Physio Sven Schubert passt da aber natürlich auf.  © Picture Point / Gabor Krieg

Ansonsten ist auf den gebürtigen Grevesmühlener Verlass. Brinkies reibt sich auf, bis es nicht mehr geht. Und genau soweit war es am 16. Mai – zum Benefiz-Spiel gegen den VfB Stuttgart. "Ich habe beim Aufwärmen einen starken Schmerz im linken Knöchel gemerkt", berichtet der 24-Jährige.

Sofort ging es zur Untersuchung ins Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum.

Dort diagnostizierten die Vereinsärzte einen Knochensporn im Sprunggelenk, der sich aufgrund der jahrelangen Belastungen durch den Leistungssport gebildet hatte.

Die notwendige OP wurde am 28. Mai durchgeführt. Nach drei Tagen stationärer Behandlung wurde Brinkies auf Krücken entlassen.

"Dadurch habe ich von der Sommerpause relativ wenig gehabt", flachst der Reha-Patient.

Dennoch nahm der Zwickauer Torwart natürlich am Trainingsauftakt des FSV teil.
Dennoch nahm der Zwickauer Torwart natürlich am Trainingsauftakt des FSV teil.  © Picture Point / Gabor Krieg

Muss man sich um Zwickaus Nummer eins Sorgen machen?

"Ich bin froh, dass die Verletzung erst nach der Saison akut wurde und ich dadurch in der Liga nicht gefehlt habe. Jetzt verpasse ich zwar die Leistungstests, aber die kann ich noch nachholen", so Brinkies. Wichtiger ist ihm der scharfe Trainingsstart am 25. Juni. Dann geht die Vorbereitung auf die Spielzeit 2018/19 in die heiße Phase über.

Die Torhüterposition ist dann eine der wenigen, die nicht zur Disposition steht. Das weiß Brinkies auch. Er weiß aber auch, was ihn mit dem FSV erwartet: "Ich tue mich mit dem Begriff beste 3. Liga aller Zeiten schwer. Aber diese Saison wird richtig anspruchsvoll. Es gibt vier Absteiger. Gleichzeitig kommen mit Cottbus, 1860 München und Uerdingen drei Aufsteiger dazu, die viel Potenzial besitzen.

Das gilt auch für die Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern und Braunschweig. Doch wir können in diesem Umfeld bestehen. Das haben wir in den letzten zwei Jahren bewiesen."


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