Deshalb fährt der Vater vom Trainer den FSV Zwickau nicht mehr durchs Land

Von LKW bis Reisebus: Siegfried Ziegner begann 1971 als Fernfahrer und 
sattelte 1992 auf Reisebusse um.
Von LKW bis Reisebus: Siegfried Ziegner begann 1971 als Fernfahrer und sattelte 1992 auf Reisebusse um.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Zwickau - Sonnabendmorgen, kurz vor 4 Uhr, kehrte die Drittliga-Truppe des FSV Zwickau aus Köln zurück. Gewohnt sicher steuerte Siegfried Ziegner (64) den Mannschaftsbus ins Ziel. Trotzdem war diese Auswärtsfahrt alles andere als gewöhnlich.

"Alle Spieler haben sich bei mir bedankt und sich verabschiedet“, berichtet Ziegner. Ein bisschen Wehmut verspürte der Vater von FSV-Trainer Torsten Ziegner. 

Seit dem Frühjahr 2015 hatte er die FSV-Kicker durch die Bundesrepublik kutschiert. War immer mittendrin und dabei nicht nur Busfahrer. "Ich habe Bälle geholt oder Trainingstangen aufgestellt“, erzählt Ziegner senior, der im Dezember 65 wird. 

Da der Busschein und damit die Erlaubnis zur Personenbeförderung abläuft, ist jetzt Schluss. "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, so Ziegner.

Die Rückfahrt vom Relegations-Rückspiel gegen Elversberg von Plauen nach Zwickau war kurz, aber außergewöhnlich: "Der Bus war gerammelt voll. Neben den Spielern waren deren Frauen und Freundinnen sowie die Geschäftsleitung im Bus.