FSV: Wachsmuth schon operiert, Sorges Startelf-Comeback nach 25 Monaten

Zwickau - Ein Blick auf die Startaufstellung hat am Sonnabend gereicht, um jedem FSV-Fan eine Gänsehaut zu verpassen. Dort stand an Position zwei, direkt hinter Johannes Brinkies, ein Name, der seit über zwei Jahren gefehlt hat - der von Alexander Sorge.

Toni Wachsmuth (l.) hält sich nach dem Zusammenprall mit Niklas Dams (r.) das Gesicht - Jochbeinbruch!
Toni Wachsmuth (l.) hält sich nach dem Zusammenprall mit Niklas Dams (r.) das Gesicht - Jochbeinbruch!  © Imago

Nach zwei Kreuzband-Operationen und 25 (!) Monaten Verletzungspause lief der Innenverteidiger auswärts bei Wehen Wiesbaden das erste Mal in einer Drittligapartie wieder von Beginn an auf.

"Nach so einer langen Zeit, wieder in der Startelf zu stehen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Dass wir dann bei diesem starken Gegner noch ein 0:0 geholt haben und diesen Punkt vor unserer Fankurve zelebrieren konnten, da bekomme ich noch jetzt eine Gänsehaut.

Das war einfach ein bewegender Moment!", gab Sorge einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Wer seine Leidensgeschichte weder kannte noch wusste, wie lange der 25-Jährige aus dem Spielbetrieb raus war, der hätte gedacht, er sähe einen Stammspieler vor sich und keinen, der sich nach zweijähriger Verletzungspause ins Profigeschäft zurückkämpft.

"In dem Moment, wo ich vor der Kurve stand und realisiert habe, dass ich mein erstes Spiel über 90 Minuten hinter mich gebracht habe, wusste ich, es hat sich alles gelohnt. Ich habe nie aufgegeben, sondern weitergemacht", fühlt sich Sorge bestätigt.

Ein Sonderlob gab es von Toni Wachsmuth: "Meiner Meinung nach hat er ein richtig starkes Spiel gemacht. Hut ab vor seiner Leistung!" Dass der Kapitän selbst hart im Nehmen ist, bewies er in Wiesbaden, als er trotz einer schweren Gesichtsverletzung zunächst weiterspielen wollte (TAG24 berichtete). Auf Anraten der medizinischen Abteilung blies er dieses Vorhaben jedoch wieder ab.

Wie sich herausstellen sollte, war dies die richtige Entscheidung "Bei Toni wurde ein Jochbeinbruch diagnostiziert, der schon operiert wurde", bestätigte Sportdirektor David Wagner gegenüber TAG24.

Alexander Sorge (l.) stellt sich Wiesbadens Daniel-Kofi Kyereh entgegen.
Alexander Sorge (l.) stellt sich Wiesbadens Daniel-Kofi Kyereh entgegen.  © Imago

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