Frick, König und Antonitsch trafen - für Ziegner war es "megageil"

Das 1:0 für Zwickau! Davy Frickbezwang FCM-Keeper Jan Glinker.
Das 1:0 für Zwickau! Davy Frickbezwang FCM-Keeper Jan Glinker.  © Bert Harzer/ Eibner-Pressefoto

Zwickau - „Ich habe ein megageiles Fußballspiel zwischen zwei echt guten Mannschaften gesehen, die richtig gefightet haben. Eigentlich hätte dieses Spiel mehr als 10.000 Zuschauer verdient gehabt“, war Torsten Ziegner nach dem 3:1-Heimsieg des FSV Zwickau gegen den 1. FC Magdeburg rundum zufrieden.

Wer stößt sich an dem Begriff „megageil“? Eigentlich niemand der 7951 Zuschauer im Stadion Zwickau, die zuvor ein phantastisches Derby zelebriert hatten. Erst recht keiner, der es mit den Westsachsen hielt, die gegen die Bördestädter ihre bisher beste Saisonleistung abriefen.

„Dieses Spiel ist wohl nur für einen Fußballromantiker geil“, fand dagegen FCM-Coach Jens Härtel. Entweder, weil er von Haus aus größere Kulissen gewohnt ist. Oder aber, weil für ihn das Resultat einfach nur „nicht megageil“ war. In der Stunde der Niederlage zeigt sich wahre Größe!

Torsten Ziegner konterte diese Spitze gekonnt: „Ich fand das Spiel echt geil, denn Flutlichtspiele sind immer cool. Außerdem haben zwei Mannschaften gespielt, die körperlich alles rausgehauen haben.“ Zu diesem Zeitpunkt war Härtel aber schon dem Presseraum entschwunden und auf dem Weg zum Mannschaftsbus.

Sein Gegenüber ging derweil auf die Gründe für die Zwickauer Trendwende ein: „Wir mussten uns wieder auf die Grundtugenden des Zwickauer Fußballs besinnen. Dazu gehört es, dem Gegner wenig Raum zu geben und viel Laufarbeit an den Tag zu legen. Jeder weiß, dass wir, wenn wir mit dieser Art und Weise Fußball zu spielen keinen Erfolg haben, überhaupt keinen Erfolg haben.“

Nachdem das Prinzip „back to the roots“, die Rückkehr zu den Wurzeln, gegen Münster und Magdeburg zum Erfolg geführt hat, steht für Torsten Ziegner fest: „Jetzt dürfen wir keine Luft mehr ran lassen!“

Was dies konkret bedeutet, weiß Ronny König: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Jede Partie wird ein Kraftakt!“ „Back to the roots“ ist auch die Rückbesinnung auf die eigene Stärke nach Standards und Flanken. „Das ist immer eine Waffe, weil es schwer zu verteidigen ist“, so König, der gegen Magdeburg auf Vorlage von Nils Miatke per Kopf traf. Die weiteren Treffer von Davy Frick und Nico Antonitsch fielen jeweils im Anschluss an Freistöße von René Lange.


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