Toni Wachsmuth: Mr. Zuverlässig vom FSV erwartet keinen Bonus

U.a. mit Tochter Frida (3) konnte er sich die letzten Tage von der Saison erholen.
U.a. mit Tochter Frida (3) konnte er sich die letzten Tage von der Saison erholen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zwickau - FSV-Kapitän Toni Wachsmuth muss ein medizinisches Wunderkind sein. Haarriss im Mittelfuß, Rippenbruch, Nierenzyste, zwei Nasenbeinbrüche und zuletzt Anriss des Innenbandes im linken Knie - die meisten Fußballprofis hätten nach so einer Saison vom „Seuchenjahr“ gesprochen. Wachsmuth nicht!

Muss der 30-Jährige auch nicht. Er hat in der abgelaufenen Saison lediglich sechs Drittligaspiele verletzt verpasst. 31 Mal stand er auf dem Platz, lieferte in der Abwehrzentrale Topleistungen ab und wurde vom Fachblatt „Kicker“ zurecht in die Kategorie „Herausragend“ eingestuft.

„Ich hatte riesiges Glück, weil meine Verletzungen nicht so groß und schwerwiegend waren, oder weil der Zeitpunkt günstig war“, erklärt „Wachser“: „Natürlich hoffe ich, dass meine Krankenakte in der neuen Saison nicht mehr das Thema ist, dass ich viel trainieren und viel spielen kann.“

Die Erholung hatte er auch nötig, immerhin zog er sich zahlreiche Verletzungen zu.
Die Erholung hatte er auch nötig, immerhin zog er sich zahlreiche Verletzungen zu.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Zehn Tage lang hat er sich mit seiner Familie auf Mallorca erholt, die restliche Zeit zu Hause in Leipzig mit seinen Kindern Frida (3) und Fiete (sieben Monate) genossen.

Am Dienstag ist es mit der Ruhe vorbei. Dann startet die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner in die Vorbereitung. Einen Bonus erwartet der Routinier, der mit Ziegner einst beim FC Carl Zeiss Jena in einer Elf spielte und bis in die Zweite Liga durchmarschierte, nicht.

„Den will ich auch nicht“, stellt Wachsmuth klar: „23 Spieler stehen im Kader. Alle kämpfen darum, zum Punktspielstart am 22. Juli in der ersten Elf zu stehen. Für dieses Ziel arbeitet jeder Einzelne hart.“

Bis auf Christian Mauersberger, mit dem er 2013/14 in Chemnitz spielte, kennt er von den Neuzugängen keinen. Wachsmuth hofft, dass sich alle zügig integrieren, die Mannschaft schnell zusammenwächst.

„Wichtig ist, dass wir als Team unseren starken Charakter und die Mentalität behalten können. Denn auch in der neuen Saison wird es darum gehen, die Klasse zu halten. Das sollte allen bewusst sein.“

Immer voll im Einsatz: Selbst mit Nasenbeinbruch gab es für Wachsmuth kein Halten.
Immer voll im Einsatz: Selbst mit Nasenbeinbruch gab es für Wachsmuth kein Halten.  © Picture Point/Kerstin Kummer

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