Bayern und BVB als Vorbild: FSV Zwickau will die Profis ausgliedern

Volles Auditorium bei der Mitgliederversammlung des FSV Zwickau.
Volles Auditorium bei der Mitgliederversammlung des FSV Zwickau.  © Ralph Köhler/propicture

Zwickau - Fußball-Drittligist FSV Zwickau stellt die Weichen in Richtung Zukunft. Die Profiabteilung des Vereins soll nach Vorbild des FC Bayern München und von Borussia Dortmund ausgegliedert und als selbständige Firma geführt werden.

Die Mitgliederversammlung des FSV gab am Sonntag ein klares Votum. "Der Vorstand wurde beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten", so Sprecher Tobias Leege (40). Bis zur nächsten Mitgliederversammlung soll es vorliegen.

An einer Ausgliederung führt nach Sicht des FSV kein Weg vorbei. "Die Gründung einer Spielbetriebs-Kapitalgesellschaft ist der einzig gangbare Weg, um den Profifußball in Zwickau auf Dauer erhalten, stabilisieren und entwickeln zu können", so FSV-Geschäftsführer Frank Fischer (49).

Die Gründung einer Kapitalgesellschaft verfolgt vorrangig das Ziel, neue Geldgeber ins Boot zu holen, die dann als Gesellschafter fungieren.

Gleichzeitig soll der Mutterverein vor einer finanziellen Schieflage der Profiabteilung geschützt werden.

"Dass Modell kann nur funktionieren, wenn der eingetragene Verein Chef im Haus bleibt", sagt Fischer. Auch die Markenrechte, zum Beispiel am Vereinslogo, müssten in Vereinshand bleiben.

Ein Blick nach Crimmitschau zeigt, wie eine gelungene Ausgliederung der Profiabteilung funktioniert. Eishockey-Zweitligist ETC gründete schon 2007 die Eispiraten Crimmitschau GmbH.

Vorstandssprecher Tobias Leege war auf der Veranstaltung als Redner gefragt.
Vorstandssprecher Tobias Leege war auf der Veranstaltung als Redner gefragt.  © Ralph Koehler/Propicture

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