Es lief einfach nicht! Darum verzögerte sich die FSV-Abfahrt

Toni Wachsmuth
tankte
zwar sofort
nach Spielschluss

Flüssigkeit
nach, trotzdem
lief
es beim
FSV-Kapitän
bei der
anschließenden
Dopingkontrolle

überhaupt
nicht...
Toni Wachsmuth tankte zwar sofort nach Spielschluss Flüssigkeit nach, trotzdem lief es beim FSV-Kapitän bei der anschließenden Dopingkontrolle überhaupt nicht...  © Picture Point/Gabor Krieg

Zwickau - Geduldig tigerten die Rot-Weißen am späten Freitagabend um den eigenen Mannschaftsbus. Statt wie üblich eine Stunde nach Spielende, also zirka 21.45 Uhr, zu starten, verzögerte sich die Abfahrt des FSV Zwickau um die Dauer eines Fußballspiels, weil Toni Wachsmuth und Ronny König zur Dopingkontrolle mussten.

Es klingt simpel: Mindestens 90 Milliliter Urin abgeben und fertig ist die Dopingprobe. Nur, was machen, wenn der Sportler nach 90 Minuten körperlicher Höchstleistung so dehydriert ist, dass es einfach nicht laufen will - im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann ist warten angesagt. So wie bei König und Wachsmuth. Und weil beim FSV Zusammenhalt groß geschrieben wird, wartete das ganze Team gleich mit, anstatt mit dem Bus vorzufahren und die beiden mit Vereinsverantwortlichen im Auto nachkommen zu lassen. „Wir sind eine Mannschaft, da sollte das auch so sein“, betonte „Wachser“, nach getätigtem „Nebengeschäft“.

Die Kollegen konnten es verkraften, da sie derweil auf den 2:0-Auswärtssieg in Münster anzustoßen durften. Selbst Coach Torsten Ziegner ließ sich ein „kühles Blondes“ nicht entgehen. Nur Wachsmuth und König hatten sich in Geduld zu üben.

Ronny König (r.) geriet
bei diesem Kopfballduell
mit Münsters
Ole Kittner gefährlich
in Rückenlage.
Ronny König (r.) geriet bei diesem Kopfballduell mit Münsters Ole Kittner gefährlich in Rückenlage.  © Picture Point/Gabor Krieg

„Dopingkontrollen gehören in unserem Sport dazu. Es ist nur ärgerlich, dass wir nicht mit den anderen anstoßen konnten“, musste „King“ auf sein Siegerbier warten. Seit einigen Jahren darf während der Dopingkontrolle nämlich kein Alkohol getrunken werden, um die Laborwerte für den Nachweis auf EPO-Doping nicht zu verzerren.

Übrigens: Wer letztlich zur Kontrolle muss, wird mittels Losverfahren entschieden. Dass zufällig die Namen der späteren Torschützen Ronny König und Toni Wachsmuth gezogen wurden, ist zwar kurios, aber nicht neu!

„Wachser und ich mussten letztes Jahr schon nach dem Heimspiel gegen Chemnitz gemeinsam zur Dopingkontrolle“, berichtet König.

Trotz außerplanmäßiger Verspätung setzten die Schwäne am Samstagmorgen 5 Uhr wohlbehalten in Zwickau zur Landung an.


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