Unnötige Gegentore: Herthas Déjà-vu gegen Augsburg

Berlin - Die gute Nachricht: Die von Pal Dardai gewünschten vier Punkte bis zur Winterpause sind weiterhin möglich. Die schlechte Nachricht: Hertha BSC braucht nach dem 2:2 gegen den Augsburg nun einen Sieg bei Bayer Leverkusen.

Mittelstädt im Zweikampf mit Cordova.
Mittelstädt im Zweikampf mit Cordova.  © DPA

Die Gäste aus Augsburg erwiesen sich wieder einmal als ein unangenehmer Gegner. Schon nach acht Minuten musste Hertha einen Rückstand hinterherlaufen. Hinteregger hatte den FCA nach einem mit einem wuchtigen Kopfball früh in Führung gebracht. Ein Gefühl, das die Gastgeber kennen. Schon zum dritten Mal lag Hertha in den ersten zehn Minuten hinten.

"Wir müssen das Ergebnis akzeptieren. Es ist normal bei uns, dass der Gegner in Führung geht. Die Mannschaft hat aber sehr gut reagiert", sagte Pal Dardai.

Wie auch schon beim letzten Aufeinandertreffen, dass ebenfalls 2:2 endete, schlugen die Berliner zurück. Davie Selke gewann im Mittelfeld das Kopfballduell gegen Martin Hinteregger und dann ging es schnell. Selke bediente seine Sturmpartner Leckie, der Augsburgs Keeper Luthe aus kurzer Distanz überwinden konnte (28.).

"Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten gute Ballstafetten und sind oft nach vorne gekommen", erklärte Valentino Lazaro, der diesmal im Zentrum gespielt hatte. Der Österreicher war auch maßgeblich am Führungstreffer beteiligt. Nach einem Ballgewinn ging es wieder schnell. Mit Tempo drang Lazaro in den Strafraum und zwang Luthe zu einer starken Parade.

Die Torschützen Duda und Leckie unter sich.
Die Torschützen Duda und Leckie unter sich.  © DPA

Duda stand allerdings goldrichtig und staubte ab - schon sein siebter Treffer (31.). Weil Hinteregger behandelt werden musste, verzögerte sich der Anstoß ein wenig. Doch keine 25 Sekunden nach Wiederanpfiff lag Hertha auf einmal in Führung.

Lange konnten sich die nur 27.939 Zuschauer im Berliner Olympiastadion über den Führungstreffer aber nicht freuen. Nach einer guten Kombination fand Spielzug Finnbogason am Fünfmeterraum Koo, der mit der Pike zum 2:2-Pausenstand einschoss (39.).

"Beim zweiten Gegentreffer haben wir einfach schlecht verteidigt. Das musst du einfach richtig in den Zweikampf gehen", so Lazaro. Auch Dardai sprach bei "Sky" von einem "unnötigen" Ausgleich.

Hertha versuchte auch in der zweiten Halbzeit weiter Druck zu machen. Spielerisch ging allerdings nicht mehr viel. Das lag aber nicht an der Hertha, sondern mehr an dem arg gebeutelten Platz, wie Herthas Nummer 20 erklärte: "Ab der 40. Minuten haben wir gemerkt, dass das Kurzpassspiel nur noch sehr selten möglich war. Wir haben es dann mit langen Bällen probiert und waren auch da eigentlich ganz erfolgreich."

In der Tat: Die Berliner konnten oft den zweiten Ball holen, große Chancen konnten sie gegen die tiefer stehenden Schwaben aber nicht herausspielen. Die größte Chance vergab Selke gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er aus kurzer Distanz an Luthe scheiterte (52.). Auch der eingewechselte Vedad Ibisevic brachte nicht die Wende. Sein Kopfball war für Augsburgs Schlussmann kein Problem (84.).

"Es ist schade, dass wir das Jahr nicht mit einem Heimsieg krönen konnten. Wir haben alles gegeben und hoffen, dass wir in Leverkusen nochmal drei Punkte holen", so Lazaro mit Blick auf den Hinrunden-Abschluss.

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0