Viel Einsatz, keine Tore: Darmstadt und Wiesbaden teilen Punkte in munterem Hessenderby

Wiesbaden - Derby-Time in der hessischen Landeshauptstadt! Der SV Darmstadt 98 war am Sonntagnachmittag beim SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Zirka 8000 Zuschauer, darunter ungefähr 4000 Lilien-Anhänger, sahen in der Wiesbadener Brita-Arena eine recht muntere und umkämpfte Partie mit vielen Chancen, die aber dennoch torlos endete.

Muntere erste Hälfte im Hessen-Derby: Hier kämpfen Darmstadts Tobias Kempe (Re.) und Wiesbadens Jeremias Lorch um das Spielgerät.
Muntere erste Hälfte im Hessen-Derby: Hier kämpfen Darmstadts Tobias Kempe (Re.) und Wiesbadens Jeremias Lorch um das Spielgerät.

Victor Pálsson sah nach grobem Foulspiel die Rote Karte (75.).

Im Vergleich zur bitteren 1:3-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld (TAG24 berichtete) stellte der Coach der Südhessen, Dimitrios Grammozis, seine Startformation nur auf einer Position um und brachte Marcel Heller für Tim Skarke.

Der erste vielversprechende Vorstoß gelang den Gastgebern. Über links tankte sich Maximilian Dittgen durch und flankte in den Darmstädter Strafraum, Immanuel Höhn konnte Wehen-Topscorer Manuel Schäffler im Zentrum gerade noch so vom erfolgreichen Einnicken abhalten (8.).

Auf der anderen Seite prüfte Marvin Mehlem Wiesbadens-Keeper Heinz Lindner mit einem gefährlich flatternden Fernschuss, den der Torhüter jedoch schließlich wegfausten konnte (12.). Und Lindner kam immer mehr auf Betriebstemperatur, als er kurz darauf einen direkten Freistoß von Tobias Kempe mit einer sehenswerten Flugparade zur Ecke abwehrte (15.).

Und das muntere Hin und Her ging weiter, diesmal vor dem Kasten der Lilien. Eine hohe Hereingabe köpfte Schäffler an die Unterkante der Latte, Ex-Frankfurter Stefan Aigner stand anschließend im Abseits (22.). Der Nachmittag von Wehen-Schlussmann Lindner gestaltete sich dagegen arbeitsreich. Einen weiteren Kempe-Freistoß kratzte er gerade noch aus dem Eck (28.).

Kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal die Wiesbadener: Nach einem Eckstoß setzte Niklas Dams zum (fast) perfekten Kopfball an. Doch knapp vor der Linie klärte Lilien-Kapitän Fabian Holland, ehe sein Torhüter Marcel Schuhen eingreifen konnte (38.). Tore sollten die Zuschauer nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte aber nicht mehr sehen.

Munteres Hin und Her aus Durchgang eins setzt sich im zweiten Abschnitt fort - Pálsson fliegt vom Platz

Lilien-Coach Dimitrios Grammozis peitscht seine Spieler nach vorne.
Lilien-Coach Dimitrios Grammozis peitscht seine Spieler nach vorne.

Den energischeren Start in Durchgang Nummer zwei legten die Platzherren aus Wiesbaden hin, den Darmstädtern gelang es nicht, sich binnen der ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff aus der eigenen Hälfte zu befreien.

Um nochmal frischen Wind in die Partie zu bringen, wechselte Grammozis rund 25 Minuten vor dem Abpfiff Yannick Stark für den Südkoreaner Seung-Ho Paik, während es aus den rund 4000 Darmstädter Kehlen "Oh Lilien, Oh Lilien, Oh Lilien" tönte. (65.).

Doch zunächst hatte einmal mehr Wiesbadens Schäffler die Chancee zur Führung. Doch sein Schuss wurde zum Eckball abgeblockt (66.). Kurz darauf kam dann Skarke für Heller (69.).

Nach einem vermeintlichen Foul an Mehlem im Wiesbadener Strafraum hätten die Lilien-Anhänger gerne einen Strafstoß gehabt, diesem Wunsch kam Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck jedoch nicht nach (70.).

Stattdessen schickte der Unparteiische Pálsson wenig später vom Platz. Ein böses Foul an Aigner ahndete er nach Rücksprache mit dem Video Assistant Referee mit einer Roten Karte (75.) - Darmstadt somit in Unterzahl. Zwar machte Mehlem kurz vor Schluss nochmal Platz für Mathias Honsak, doch auch dieser Umstand änderte nichts daran, dass an diesem Sonntagnachmittag keine Tore mehr fallen sollten - auch wenn diese durchaus berechtigt gewesen wären.

Die nächsten Aufgaben der Darmstädter haben es in sich. Nachdem die Südhessen am Montag (16. Dezember/20.30 Uhr) den VfB Stuttgart zu Gast haben, empfangen sie schon am darauffolgenden Samstag (21. Dezember/13 Uhr) den Hamburger SV.

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