So witzig reagiert James Milner auf sein irres Eigentor!

Rom - James Milner nahm sein kurioses Eigentor nach dem Spiel und dem Weiterkommen Liverpools aber mit Humor.

Der kuriose Moment: Liverpools James Milner (r.) wird von Virgil van Dijk (l). abgeschossen.
Der kuriose Moment: Liverpools James Milner (r.) wird von Virgil van Dijk (l). abgeschossen.

Der defensive Mittelfeldspieler twitterte: "Hat irgendjemand irgendwelche Tipps, wie man ein Champions-League-Logo aus dem Gesicht bekommt?"

Seine Follower rieten ihm scherzhaft, ein "Ribena" zu versuchen. Warum diesen bekannten britischen Softdrink? Weil Milner in einem Interview nach dem Spiel angegeben hatte, dass er das Erreichen des Champions-League-Finals mit eben diesem Softdrink feiern will.

Auch deshalb wurde sein Tweet zum Erfolg und mittlerweile 45.000 Mal retweetet!

Die Lacher hat er damit auf seiner Seite - vor allem, da man nun mit ihm- und nicht mehr nur über ihn lacht, wie es noch am Mittwochabend weltweit der Fall war.

Dort konnte einem Milner noch leid tun. Denn der 32-Jährige konnte nichts dafür, dass er gerade eines der kuriosesten Eigentore des Jahres erzielt hatte. Mehr Slapstick in einer Aktion? Schwer möglich!

An so ein Gegentor wird sich der frühere Bundesliga-Spieler Loris Karius vermutlich lange erinnern!

Georginio Wijnaldum trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für den FC Liverpool.
Georginio Wijnaldum trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für den FC Liverpool.  © DPA

In der 15. Minute flankte Alessandro Florenzi aus dem Halbfeld in den Strafraum auf den Kopf von Stephan El Shaarawy. Der "Pharao" leitete den Ball mit dem Kopf direkt an den Fünfmeterraum weiter.

Dort schaltete Liverpools Innenverteidiger Virgil van Dijk am Schnellsten und wollte die Pille aus der Gefahrenzone schlagen. Er traf den Ball voll - genauso wie seinen Mitspieler James Milner, dem er seinen Klärungsversuch wuchtig an den Kopf hämmerte. Von dort aus flog die Kugel ins Liverpooler Tor - der deutsche Keeper Karius hatte nicht den Hauch einer Abwehrchance und musste das erste von vier Malen an diesem Abend hinter sich greifen.

Durch ein weiteres Tor der Roma und einen späten Doppelschlag von Nainggolan kamen die Italiener sogar noch zu einem 4:2-Erfolg gegen Liverpool, was nach der 2:5-Hinspielpleite an der Anfield Road aber nicht mehr für ein weiteres Wunder ausreichte.

Roma sauer auf Schiedsrichter

Radja Nainggolan trifft zum 4:2-Endstand per unberechtigtem Handelfmeter.
Radja Nainggolan trifft zum 4:2-Endstand per unberechtigtem Handelfmeter.  © DPA

Die Roma fühlte sich von Schiedsrichter Damir Skomina verschaukelt, weil zwei Elfmeter nicht gegeben wurden. Zuerst legte Karius in der 49. Minute (Skomina entschied fälschlicherweise auf Abseits), 14 Minuten später bekam Liverpools Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold den Ball klar an die ausgestreckte Hand. Dass Skomina in der Nachspielzeit Handelfmeter pfiff, als der Ball an Ragnar Klavans angelegten Arm sprang, war eine Fehl- und Konzessionsentscheidung.

Deshalb ärgerten sich die Verantwortlichen der Roma nach dem Spiel. Sportdirektor Monchi wütete laut dem kicker: "Der italienische Fußball muss seine Stimme erheben, weil das, was wir heute gesehen haben, schockierend war."

Der Spanier redete sich weiter in Rage: "Die Fans machen jetzt vielleicht Witze, dass das Finale Bayern gegen Rom heißen müsste. Aber sie haben ja recht."

Die Stimmen nach der Einführung des Videobeweises wurden laut. Denn in der Champions League gibt es dieses umstrittene Hilfsmittel - ganz im Gegensatz zur italienischen Serie A und der Bundesliga - noch nicht.

Würde es den Videobeweis schon geben, wäre auch die Finalpaarung der Champions League eine ganz andere, davon ist Monchi überzeugt.

Aber wie ein weltberühmter Fußballphilosoph vor kurzem sagte: wäre, wäre, Fahrradkette...


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0