Auswärtsfluch geht weiter: Stuttgart auch in Leipzig sieglos

Leipzigs Jean-Kevin Augustin springt über Stuttgarts Timo Baumgartl.
Leipzigs Jean-Kevin Augustin springt über Stuttgarts Timo Baumgartl.  © DPA

Leipzig - Auch ohne ein spektakuläres Offensiv-Feuerwerk hat sich RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga seinen vierten Erfolg in Serie gegen den VfB Stuttgart gesichert.

Der Vize-Meister mühte sich am Samstag zu Hause gegen Aufsteiger VfB Stuttgart zu einem 1:0 (1:0) und feierte zumindest ergebnistechnisch eine gelungene Generalprobe für die anstehenden Top-Duelle gegen den FC Bayern München.

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena markierte Marcel Sabitzer in der 23. Minute das Siegtor für die Hausherren. Der österreichische Nationalspieler war erst nach dem Aufwärmen kurzfristig für den angeschlagenen Bruma in die Startelf gerückt.

Mit dem sechsten Saisonerfolg rücken die Sachsen bis auf einen Punkt an Borussia Dortmund heran. Die Schwaben hingegen konnten auch im fünften Auswärtsspiel der Saison keinen Punkt holen.

Der Ex-Stuttgarter Timo Werner (l) scheitert an Stuttgarts Andreas Beck.
Der Ex-Stuttgarter Timo Werner (l) scheitert an Stuttgarts Andreas Beck.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Angesichts der Defensivtaktik der Schwaben über das ganze Spiel hinweg mussten die Sachsen Geduld beweisen. Und das taten sie. Trotz der im Vergleich zum Porto-Spiel auf vier Positionen veränderten Startformation hatte RB ein erdrückendes Übergewicht an Ballbesitz von 63 zu 27 Prozent. Zudem hieß es am Ende der ersten Halbzeit in der Torschuss-Statistik 7:2 für die Leipziger, die nach dem Tod ihres langjährigen Nachwuchsmitarbeiters Thomas Albeck mit Trauerflor spielten.

Die spielerische Überlegenheit zahlte sich dann in der 23. Minute aus. Weil VfB-Defensivmann Benjamin Pavard zu spät angriff, schlenzte Sabitzer das Leder aus 22 Metern sehenswert über Weltmeister Ron-Robert Zieler hoch ins linke Eck. Die Stuttgarter hingegen hatten im ersten Durchgang keine einzige Chance.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Die Stuttgarter taten nun auch einiges für die Offensive. So musste RB-Keeper Peter Gulacsi gegen Takuma Asano (50.) retten. Der Japaner scheiterte wenig später am Pfosten. Die Gastgeber wirkten nun nicht mehr so souverän.

Stuttgart war dem Ausgleich näher als Leipzig dem zweiten Tor. RB kämpfte jedoch verbissen und kam noch zu guten Chancen durch Sabitzer (81.), Jean-Kevin Augustin (83./90.) und Kevin Kampl (90.+1).


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