Dynamo Dresdens Benatelli powert: "Ich will den Sieg"

Rico Benatelli (r.) ist längst heimisch geworden in Dresden, er fühlt sich wohl. Und das sieht man derzeit auf dem Spielfeld.
Rico Benatelli (r.) ist längst heimisch geworden in Dresden, er fühlt sich wohl. Und das sieht man derzeit auf dem Spielfeld.  © Lutz Hentschel

Dresden - "Das kam genau zur richtigen Zeit", jubelte Dynamos Dauerläufer Rico Benatelli nach dem Schlusspfiff in Düsseldorf.

"Wir haben den Tabellenzweiten 3:1 daheim geschlagen. Das gibt uns Selbstvertrauen für Aue", lacht er und fügt an, was ihm am Sonntag vorschwebt: "Der Derbysieg."

"Bena" und Fabian Müller haben bereits für Aue gespielt. Müller steht mit 172 Zweitliga-Einsätzen hinter Martin Männel und Skerdilaid Curri auf Rang drei der ewigen Auer Bestenliste. Aber auch Benatelli hat für zwei Jahre seine Spuren hinterlassen. Für ihn das Sachsenderby etwas ganz

Besonderes: "Falko Götz und Aue haben mir 2013 den Einstieg in den Profifußball ermöglicht. Dafür werde ich immer dankbar sein", erzählt der 25-Jährige.

"Das Familiäre in Aue, das hat mir immer gefallen, diese Geschlossenheit im Verein. Gerade für mich, der neu war in diesem Geschäft. Ich hatte dort zwei schöne Jahre, auch wenn wir 2015 abgestiegen sind", verliert Benatelli kein böses Wort über den Gegner am Sonntag.

Dynamo Dresdens Dauerläufer Rico Benatelli

Drei Ex-"Veilchen": Rico Benatelli (h.) und Fabian Müller im Auer Trikot gegen den damaligen Nürnberger Jakub Sylvestr (r.).
Drei Ex-"Veilchen": Rico Benatelli (h.) und Fabian Müller im Auer Trikot gegen den damaligen Nürnberger Jakub Sylvestr (r.).

Mit Männel, Clemens Fandrich und Sebastian Hertner sind noch drei aus seiner Auer Zeit übrig geblieben. Kontakt hat er keinen mehr groß.

"Eigentlich nur noch mit Dorian Diring, der jetzt in Mannheim spielt unter Trainer Michael Fink, einer unserer Leitwölfe von damals."

Bei allen lobenden Worten über Aue, am Sonntag will und muss Rico Aue wehtun. Über den Umweg Würzburg landete er wieder in Sachsen, spielt seit Sommer für Dresden. "Ein geiler Verein", weiß er. "Mir gefällt es super, das passt alles.“ Eingelebt hat er sich schnell. Auch wenn es Mitte der ersten Halbserie nicht so richtig für ihn lief und er einige Spiele auf der Bank schmoren musste. Jetzt ist er da. Sein Auftritt in Düsseldorf war sein bisher bester im schwarz-gelben Trikot - einer mit einer Rekordmarke.

Der Mittelfeldarbeiter lief 13,33 Kilometer, das schaffte in dieser Saison noch kein Profi in der Liga. "Die läuferischen Qualitäten und meine Passsicherheit, das sind meine Stärken, die ich bisher auch einbringen konnte", lacht er. Schließlich ist er auch mit einer Passquote von über 90 Prozent der passsicherste Spieler der Liga!

Am Sonntag rechnet er mit einem engen Spiel. "Aue hat eine hohe Qualität, vor allem in der Defensive. Wir haben unsere Qualitäten. Das wird richtig gut", prophezeit er.


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