Routinier Reinhardt bricht Lanze für CFC-Trainer Steffen

Julius Reinhardt (Nummer 6) steht nicht nur sinnbildlich hinter seinem Trainer Horst Steffen.
Julius Reinhardt (Nummer 6) steht nicht nur sinnbildlich hinter seinem Trainer Horst Steffen.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz - Drei Ostduelle bis zur Winterpause - da sind Mentalität. Leidenschaft, Einsatzfreude, Laufbereitschaft gefragt. Das weiß auch CFC-Torhüter Kevin Kunz.

Er musste zuletzt häufiger hinter sich greifen, als ihm lieb war. Er verhinderte mit zahlreichen Paraden aber auch Schlimmeres.

Kunz zählt zu den Führungsspielern und ist aktuell besonders gefordert. "Es wird gegen den 1. FC Magdeburg nur über Kampf und Leidenschaft gehen. Es ist fünf vor zwölf. Ich denke, das ist jedem bewusst", sagt der Schlussmann vor dem heutigen Duell mit dem Tabellenzweiten (Anstoß 14.00/MDR überträgt live).

Er freut sich auf den Klassiker. "Ostderbys sind immer schön. Meistens ist die Hütte voll.

Und es sind die Tugenden gefragt, die im Abstiegskampf ohnehin gefordert sind: Kampf, Wille, Engagement", betont Kunz.

Beim 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg im April hielt Kevin Kunz (r.) für seinen CFC nicht nur diesen Ball, sondern auch einen Punkt fest.
Beim 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg im April hielt Kevin Kunz (r.) für seinen CFC nicht nur diesen Ball, sondern auch einen Punkt fest.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Er hofft, dass der CFC trotz der vier Niederlagen in Folge "vielleicht noch einen Tick selbstbewusster auftritt, dass wir Chancen kreieren, uns in alles reinschmeißen, hinten die Null halten und vorn einen Lucky Punch setzen."

Gegen den 1. FCM leichter gesagt als getan - das weiß auch Julius Reinhardt. Er ist froh, dass die Trainerdiskussion (vorerst) beendet ist. "Dass diese Frage aufkam, war normal. Aber letztlich stehen wir Spieler auf dem Platz. Wir müssen es richten und uns - wenn es nicht gut läuft - an die eigene Nase fassen!"

Reinhardt versichert, dass die Mannschaft die schwierige Situation angenommen hat, dass sie eng zusammensteht und fest gewillt ist, sich aus dem Tabellenkeller herauszuarbeiten. "Gejammer hilft uns nicht, uns helfen nur Punkte", betont der 29-Jährige. Er sieht den CFC in einem Entwicklungsprozess und appelliert an die Eingenverantwortung: "Jeder Einzelne muss für sich selbst wissen, was er für den Erfolg tun muss."

Trainer Steffen hat das Pensum in den vergangenen beiden Wochen erhöht. "Es ging nicht darum, den Spielern Druck zu machen. Das ist meistens kontraproduktiv", erklärt der Fußball-Leher: "Die Jungs sollten individuell arbeiten. Ich fordere die Spieler mit Bedacht. Sie sollen mit Spaß zum Training kommen."

Ob sie auch Spaß am Spiel haben, wird sich ab 14 Uhr zeigen.


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