"Schießbude der Liga" - CFC rutscht auf Abstiegsplatz

Ist nun auch Trainer Horst Steffen mit seinem Latein am Ende?
Ist nun auch Trainer Horst Steffen mit seinem Latein am Ende?  © Picture Point

Chemnitz - Der CFC bekommt seinen Laden nicht dicht! Die "Schießbude der Liga" unterlag dem Zweiten 1. FC Magdeburg mit 2:3 (1:3). Chemnitz kassierte die Gegentreffer 29 bis 31.

Die Folge: Die Himmelblauen, die im alten Jahr noch nach Rostock und Zwickau müssen, stehen erstmals seit dem 10. Spieltag wieder auf einem Abstiegsplatz!

Spielverlauf und Chancenverhältnis waren eindeutiger, als es das Ergebnis letztlich aussagte. Andererseits: Mit etwas mehr Glück wäre für die Platzherren ein Zähler drin gewesen.

Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus lag einige Male gründlich daneben. Los ging es in der 12. Minute.

„Ich spiele erst den Ball, dann werde ich umgerannt. Für mich ein klares Foul“, erklärte CFC-Kapitän Dennis Grote. Eine Sekunde später rammte Nico Hammann Julius Reinhardt aus dem Weg.

„Meine Aktion geht gegen den Mann. Kann man pfeifen“, gestand der Magdeburger. Müllers Pfeife blieb beide Male stumm. Die Gäste nutzten den Ballbesitz, erzielten durch Christian Beck die Führung.

CFC-Keeper Kevin Kunz (v., r.) konnte
einem leidtun. Gegen Magdeburg musste
er wieder drei Gegentore hinnehmen.
CFC-Keeper Kevin Kunz (v., r.) konnte einem leidtun. Gegen Magdeburg musste er wieder drei Gegentore hinnehmen.  © Picture Point

Nach dem Seitenwechsel spielte Grote einen Steilpass auf Daniel Frahn, der Ball zappelte im Netz - doch der Referee entschied auf Abseits. Auch hier lag er falsch, wie die TV-Bilder verrieten.

Müller sollte am Sonnabend eigentlich gar nicht pfeifen. Für den Ostklassiker hatte der DFB Zweitliga-Schiri Tobias Reichel angesetzt. Der Stuttgarter meldete sich am Freitag krank. Der Cottbuser rückte kurzfristig nach.

„Mir fällt es schwer, Worte zu finden“, meinte Grote nach dem Abpfiff: „Wir haben uns schon in den ersten 20 Minuten um den Lohn gebracht und mussten früh zwei Toren hinterherlaufen.“

Weil Beck nach erneuter Vorarbeit von Niemeyer auf 2:0 erhöhte (21.). Beide Male kam der FCM-Torjäger frei zum Abschluss!

„Dass die Magdeburger früh pressen, wussten wir. Darauf waren wir vorbereitet. Daran hat es nicht gelegen“, analysierte Grote: „Aber die Tore fallen viel zu einfach.“

Frahn brachte die Chemnitzer mit ihrer ersten Gelegenheit wieder heran (1:2/28.). Björn Kluft vergab den möglichen Ausgleich (35.). Vier Minuten später stellte Julius Düker nach einem erneuten Abwehrfehler den alten Abstand wieder her. Frahns zweiter Treffer (78.) brachte den FCM nicht ernsthaft in Bedrängnis.

Grote: „Wir haben uns nicht kampflos ergeben, sondern gezeigt, dass wir leben. Mit etwas mehr Glück holen wir einen Punkt.“ Doch Schiedsrichter Müller spielte nicht mit. Und den Videobeweis gibt’s nur in der Bundesliga.


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