Nächste Runde im Streit: US-Stars verklagen Verband

Chicago - Nächste Runde im Streit um Lohngleichheit der US-Fußballerinnen mit dem eigenen Verband. Jetzt ziehen Megan Rapinoe und ihre Kolleginnen vor Gericht, nachdem Schlichtgespräche erfolglos geblieben waren.

Der Verband kann sich mit 4-Sternen auf dem Trikot schmücken. Jetzt wollen die US-Mädels gegen die aus ihrer Sicht ungerechten Bezahlungen kämpfen.
Der Verband kann sich mit 4-Sternen auf dem Trikot schmücken. Jetzt wollen die US-Mädels gegen die aus ihrer Sicht ungerechten Bezahlungen kämpfen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Weltmeisterinnen sind demnach enttäuscht darüber, dass der Verband "zutiefst diskriminierende" Bedingungen aufrechterhalten wolle.

Begonnen hatte der Streit im März, als 28 US-Nationalspielerinnen eine Klage bei einem Gericht in Los Angeles einreichten.

Sie warfen ihrem Fußball-Verband darin unter anderem vor, eine schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Männer-Team zu erhalten. Damals konnte man sich noch außergerichtlich einigen.

Zu den Unterzeichnern der Klage gehören Starspielerinnen wie Carli Lloyd, Alex Morgan und Kapitänin Megan Rapinoe.

Im Juli hatten die US-Fußballerinnen zum vierten Mal den WM-Titel gewonnen. In der Klage argumentierten sie, dass ihre Erfolge größer seien als die der Männer und dass sie mehr Umsätze erwirtschafteten. Verbandspräsident Carlos Cordeiro teilte Ende Juli mit, der Fußball-Verband habe dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld gezahlt als ihren männlichen Kollegen.

Verband veröffentlichte vor kurzem ganz andere Zahlen

Erst vor zwei Wochen veröffentlichte der Verband USSF andere Zahlen. Demnach hätten die Frauen zwischen 2010 und 2018 7,7 Millionen Dollar (rund 7 Million Euro) mehr als Ihre männlichen Kollegen erhalten. Allerdings generierten sie bei 238 Spielen in den letzten 8 Jahren ganze 84,4 Millionen Dollar weniger (75,8 Millionen Euro) an Umsatz als die Männer bei nur 191 Spielen (TAG 24 berichtete).

Es wird spannend zu sehen sein, für wen die Jury schlussendlich entscheidet.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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