Lok Leipzig verschiebt Mitgliederversammlung wegen Skandal-Derby

Lok-Stürmer Djamal Ziane (25) entfernt ein Bengalisches Feuer vom Spielfeld.
Lok-Stürmer Djamal Ziane (25) entfernt ein Bengalisches Feuer vom Spielfeld.  © Picture Point

Leipzig - Das Leipziger Skandal-Derby lässt den Alltag bei Lok Leipzig in den Hintergrund treten. Nach den Ereignissen am Buß- und Bettag hat der Verein seine für den 1. Dezember geplante Mitgliederversammlung verschoben.

Wie Lok Leipzig mitteilte, wurde als neuer Termin der 26. Januar 2018 angesetzt. "Die Aufarbeitung der Vorfälle im ‚Spiel‘ gegen Chemie Leipzig benötigt noch Zeit und Kraft der Verantwortungsträger unseres Vereins", erklärte Lok-Präsident Thomas Löwe.

"Daher habe ich, nach Abstimmung mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Olaf Winkler, den Gremien empfohlen, die Mitgliederversammlung zu verschieben."

Am Buß- und Bettag war es beim Leipziger Derby zwischen Lok und Chemie im Bruno-Plache-Stadion zu Fan-Randalen gekommen. Bengalo-Zündeleien und Böllerwürfe überschatteten die Partie (TAG24 berichtete). Das Spiel selbst verkam angesichts der Vorfälle zur Randnotiz.

Löwes Dank geht an die Unterstützer, die den Verein nach dem Derby-Chaos nicht im Stich gelassen haben: "Des Weiteren ist es uns ein tiefes Bedürfnis, uns bei allen Ehrenämtlern und Mitarbeitern zu bedanken, die am Donnerstag bereits um 7.00 Uhr, nach der erneuten öffentlichen Beschmutzung unseres Vereins, zur Stelle waren, um den materiellen und immateriellen Scherbenhaufen zusammenzukehren."

Abschließend gab sich der Lok-Präsident kämpferisch. Er erinnerte an das 125-jährige Bestehen - nach der Fusion mit dem VfB Leipzig - im nächsten Jahr. Das lasse man sich nicht durch ein paar Dutzend Chaoten kaputt machen.


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