Wegen Özil: Zentralrat der Muslime ist empört!

Berlin - Ratsvorsitzender Aiman Mazyek und der Zentralrat der Muslime haben sich in der Diskussion um die DFB-Rassismus-Vorwürfe (TAG24 berichtete) auf die Seite von Mesut Özil geschlagen!

Aiman Mazyek positioniert sich auf der Seite von Mesut Özil.
Aiman Mazyek positioniert sich auf der Seite von Mesut Özil.  © DPA

"Was da jetzt an Respektlosigkeit, Vorurteilen und auch an Rassismus über ihn (...) sich ergoss, das ist beispiellos und furchterregend", sagte der Ratsvorsitzende Aiman Mazyek am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Es werde immer nur Özil kritisiert, während der DFB außen vor gelassen werde. "Ich denke, das kann man nicht machen."

Mazyek betonte, wer vor dem Hintergrund einer aufkeimenden Rassismus-Debatte Özil herauspicke, der habe nicht verstanden, "was das Amt eigentlich von einem erwartet."

Der Fußballer hatte am Sonntag seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt.

Er kritisierte Rassismus-Erfahrungen und beklagte, DFB-Funktionäre hätten seine türkischen Wurzeln nicht respektiert.

Vor der WM in Russland hatte Özil viel Gegenwind bekommen, weil er sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte fotografieren lassen.

Mazyek erneuerte seine frühere Forderung eines Rücktritts von DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. "Wer als Mannschaft und mit so einer langen Karriere - und beide haben das - meint, er müsse jetzt eine Debatte anstoßen, die da heißt "Özil ist der Schuldige an dem Desaster der Fußball-Nationalmannschaft, der hat jedes Recht verwirkt, denke ich, diesen großartigen Verband zu führen", sagte er.

Möglicherweise gebe es noch eine Chance, dass der DFB sich entschuldige.


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