Kung-Fu-Tritt von Nübel: So geht es Eintrachts Gacinovic

Gelsenkirchen/Frankfurt am Main - Offensivspieler Mijat Gacinovic von Eintracht Frankfurt hat sich bei dem Tritt von Schalke-Torhüter Alexander Nübel im Bundesliga-Spiel am Sonntag offenbar nicht schwerer verletzt.

Autsch! Schalkes Keeper Alexander Nübel (Re.) kracht mit gestrecktem Bein gegen Eintrachts Mijat Gacinovics Brustkorb.
Autsch! Schalkes Keeper Alexander Nübel (Re.) kracht mit gestrecktem Bein gegen Eintrachts Mijat Gacinovics Brustkorb.  © dpa/Rolf Vennenbernd

"Aktuell ist er im Spital. Aber es klingt so, als ob er glimpflich davongekommen ist", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter nach der 0:1-Niederlage auf der Pressekonferenz.

"Nach der ersten Diagnose hat er eine starke Rippenprellung. Aber wir müssen wohl ein oder zwei Tage warten, bis wir eine klare Diagnose haben."

Nach dem heftigen Foul des Schalker Torhüters forderte der frühere Meistertrainer Felix Magath darüber hinaus eine lange Strafe für den 23-Jährigen Schlussmann.

Hat Eintracht Frankfurt in Frankreich den Kostic-Ersatz gefunden?
Eintracht Frankfurt Hat Eintracht Frankfurt in Frankreich den Kostic-Ersatz gefunden?

"Für so ein Foul sollte es Minimum sechs Wochen Sperre geben. Das sollte ihm eine Lehre sein. Die Gesundheit des Gegenspielers war in Gefahr", sagte der einstige Schalker Bundesliga-Coach in der Sendung Sky90. Es sei ihm ein Rätsel, warum der 23-Jährige so weit aus dem Tor gekommen sei.

Nübel hatte den Frankfurter Mijat Gacinovic mit hohem, gestreckten Bein außerhalb des Strafraums am Brustkorb getroffen und dafür in der 66. Spielminute die Rote Karte von Schiedsrichter Felix Zwayer gesehen.

Schalke-Keeper Nübel entschuldigt sich

Schwer gezeichnet zeigte sich Eintrachts Mijat Gacinovic nach der Brutalo-Attacke von Schalke-Keeper Alexander Nübel.
Schwer gezeichnet zeigte sich Eintrachts Mijat Gacinovic nach der Brutalo-Attacke von Schalke-Keeper Alexander Nübel.

Update 13.32 Uhr: Torhüter Alexander Nübel vom Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hat sich nach seinem Kung-Fu-Foul persönlich und öffentlich beim Frankfurter Mijat Gacinovic entschuldigt.

"Es tut mir sehr, sehr leid für den Spieler. Ich will ihn nicht treffen, ich will zum Ball gehen", sagte der 23-Jährige am Tag nach dem Spiel (1:0) der Funke Mediengruppe. Er habe Gacinovic noch am Sonntag "angerufen und gefragt, ob alles gut ist", berichtete Nübel, der für die Aktion in der 66. Minute die Rote Karte sah.

"Er hat mir gesagt, die Rippen seien stark geprellt, es würde sehr, sehr weh tun. Er hat die Entschuldigung angenommen. Das fand ich sehr, sehr stark." Die Szene beschrieb Nübel wie folgt: "Es kam ein Ball in die Schnittstelle. Ich versuche rauszukommen. Das Problem ist, dass man nicht viel Zeit hat zu überlegen.

Eintracht Frankfurt: Neuer Sportvorstand Markus Krösche setzt auf eigene Identität
Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt: Neuer Sportvorstand Markus Krösche setzt auf eigene Identität

Im Bruchteil einer Sekunde muss man entscheiden. Deswegen war es in dem Moment egal, ob ich die Rote Karte bekomme." Im Nachhinein überlege er: "Vielleicht muss ich gar nicht hingehen, es waren genug Spieler da. Dennoch bemühe ich mich, immer offensiv zu spielen."

Mit der möglichen Dauer der Sperre hat sich der frühere U21-Nationaltorhüter nach eigener Auskunft noch nicht beschäftigt. "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht", sagte er: "Ich weiß nicht, wie viele Spiele man dafür bekommt."

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt: