"Gravierender Trainingsvorfall": Kickers Offenbach lösen Vertrag mit Stürmer Nejmeddin Daghfous auf

Offenbach - Regionalligist Kickers Offenbach muss in Zukunft auf Toptorjäger Nejmeddin Daghfous verzichten. Doch ist keinesfalls eine Verletzung oder ein Wechsel zu einem anderen Verein schuld, sondern ein "gravierender Vorfall" wie die Vereinsführung bestätigte.

Die Fans des OFC dürfen in Zukunft keine Tore mehr von Nejmeddin Daghfous bejubeln.
Die Fans des OFC dürfen in Zukunft keine Tore mehr von Nejmeddin Daghfous bejubeln.  © Reichert/Jan Huebner/dpa

Laut Aussagen des OFC-Geschäftsführers Thomas Sobotzik (45) gegenüber der Offenbach Post sei der 33-jährige Angreifer im Training in eine wüste Schlägerei mit Teamkollege Luigi Campagna (30) verwickelt gewesen.

Zwar habe Trainer Angelo Barletta (43) die beiden Streithähne in die Kabine geschickt, doch auf dem Weg dorthin sei die Situation erst so richtig eskaliert. Wie die Zeitung weiter berichtete, habe Daghfous seinen Mannschaftskameraden in den Schwitzkasten genommen und sogar ins Gesicht geschlagen.

Campagna habe eine blutende und gebrochene Nase davongetragen. Selbst wollte sich der Stürmer noch nicht zu dem Vorfall äußern, er wolle die Situation "erst einmal sacken lassen". Doch Zeit zur Reue oder für eine Entschuldigung gab ihm sein (Ex-) Arbeitgeber nicht. Der Vertrag mit dem gebürtigen Kasseler wurde "fristlos gekündigt".

Sobotzik merkte schließlich noch an, dass den 33-Jährigen, der im Laufe seiner Karriere unter anderem für den SV Sandhausen, die Würzburger Kickers und den SC Paderborn auflief, in der Folge sogar ein "juristisches Nachspiel" erwarten könnte.

Trotz seiner sechs Treffer in 21 Partien in der Regionalliga Südwest und der angespannten Personalsituation beim OFC, zeigte sich der Kickers-Geschäftsführer rigoros: "Bevor wir so etwas tolerieren, setzen wir drei U19-Spieler ein", sagte Sobotzik.

Titelfoto: Instagram/n_d_10

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