Der Cousin von RB-Star Naby Keita will in der Oberliga durchstarten

Mohamed Camara (l.) konnte FC-Inter-Trainer Heiner Backhaus (r.) von seinen Fähigkeiten überzeugen.
Mohamed Camara (l.) konnte FC-Inter-Trainer Heiner Backhaus (r.) von seinen Fähigkeiten überzeugen.  © FC International Leipzig

Leipzig - Die Zeit von Naby Keita (22) in Leipzig läuft langsam ab. Zur kommenden Saison wagt der Mittelfeld-Star den Sprung zum FC Liverpool. Ein Teil seiner Familie will dagegen in Leipzig fußballerisch durchstarten. Allen voran sein Cousin Mohamed Camara (22).

Der wartet gerade ungeduldig auf sein erstes Pflichtspiel für den FC International Leipzig. Am Reformationstag (14 Uhr) könnte es soweit sein. Dann trifft der Oberligist auf den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal.

Beim FC Inter freut man sich auf das Debüt von Mohamed Camara. Trainer Heiner Backhaus (35) und seine Spieler sind überzeugt davon, dass Naby Keitas Cousin ihnen sofort weiterhelfen kann.

"Er ist schnell, technisch sehr stark, spielt sehr gute Pässe in die Tiefe und zieht immer Richtung Tor, ist also auch torgefährlich", schwärmt FC-Inter-Sprecher Norman Landgraf. Sein Können stellt Camara seit etwa drei Monaten im Training und in Freundschaftsspielen unter Beweis. Seine freundliche und offene Art komme im ganzen Verein sehr gut an, er fühle sich sehr wohl, berichtet Landgraf.

Camara ist im zentralen Mittelfeld eingeplant - entweder als Spielmacher hinter den Spitzen oder als Sechser.

Im Juni stand Mohamed Camara mit seinem promimenten Cousin plötzlich in der Geschäftsstelle des FC Inter.
Im Juni stand Mohamed Camara mit seinem promimenten Cousin plötzlich in der Geschäftsstelle des FC Inter.  © FC International Leipzig
Es ist also auch die Position, die Mohamed Camara und Naby Keita miteinander verbindet. Doch nicht nur das. Beide kommen aus Conakry, der Hauptstadt Guineas.

Und beide spielten gemeinsam beim französischen Klub FC Istres. Als Naby Keita 2014 zu RB Salzburg wechselte, blieb sein Cousin zunächst in Frankreich.

Im Juni dieses Jahres tauchten beide dann urplötzlich in der Geschäftsstelle des FC Inter in Leipzig auf - zusammen mit weiteren Brüdern, Cousins und Freunden von Naby Keita.

"Er hatte einen Tipp von RB Leipzig bekommen, dass wir sehr gut mit ausländischen Spielern umgehen und es immer wieder schaffen, sie voll zu integrieren und auch weiterentwickeln können", erzählt Landgraf.

Nach einem entspannten Gespräch und einem Training im Mariannenpark mit Coach Heiner Backhaus und der Mannschaft, wollten gleich drei Verwandte von Naby Keita für den FC Inter spielen. Und so kickt Nabys kleiner Bruder Petit für die U19 und trainiert mit der 1. Mannschaft, Cousin Siddick spielt in der 2. Mannschaft.

Und Mohamed Camara will sich in der 1. Mannschaft durchsetzen. Der Grund, warum er bislang auf seinen ersten Einsatz warten musste, war die fehlende Spielberechtigung. Um diese zu bekommen, musste der Verein einige Hebel in Bewegung setzen.

Doch mittlerweile hat der FC Inter diese Hürde aus dem Weg geräumt und freut sich nun auf das Pflichtspieldebüt von Naby Keitas Cousin.

Titelfoto: FC International Leipzig


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