Dritter Platzverweis in 10 Monaten: Er ist Meister der Unsportlichkeit

Péter Gulácsi musste nun zum dritten Mal innerhalb von zehn Monaten frühzeitig vom Platz.
Péter Gulácsi musste nun zum dritten Mal innerhalb von zehn Monaten frühzeitig vom Platz.

Von Maria Köhler

Leipzig - Was hat sich Torwart Péter Gulácsi da wieder eingebrockt! Da feiert er sein Pflichtspieldebüt für RasenBallsport Leipzig und fliegt nach 50 Minuten wieder vom Platz.

Bei seinem Einsatz für die U23 im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion schickt ihn Schiedsrichter Max Burda nach einem Notbremse mit der Hand mit Rot vom Platz.

Wie Stephan Oberholz, der Vorsitzender des NOFV-Sportgerichts, MOPO24 am Montagabend bestätigte, muss RB bis Donnerstag Stellung beziehen und Gulácsi droht eine Sperre von zwei Spielen.

Der 25-Jährige wurde beim Regionalliga-Kick in Luckenwalde nicht zum ersten Mal des Feldes verwiesen. Innerhalb von zehn Monaten musste der Ungar nun zum dritten Mal vorzeitig duschen.

Erst Anfang Juni musste der Torwart frühzeitig unter die Dusche. Grund war ein grobes Foul.
Erst Anfang Juni musste der Torwart frühzeitig unter die Dusche. Grund war ein grobes Foul.

Bei allen drei Platzverweisen ging es auswärts mit ihm durch: Im Oktober 2014 zog er in der österreichischen Bundesliga im Salzburger Derby bei Grödig die Notbremse.

Anfang Juni spielte er beim Finale des ÖFB-Cups bei Austria Wien ein grobes Foul. Gulácsi erhielt vom Strafsenat eine Sperre von vier Spielen. Die brummte er in Leipzig ab.

Mit Auftritten wie diesen kann er den RB-Keepern Fabio Coltorti und Benjamin Bellot kaum Konkurrenz machen.

Cheftrainer Ralf Rangnick erklärte: „Das ist natürlich schade und fast schon auch ein wenig tragisch. Es ist aber jetzt halt so und da muss er nun leider noch einmal durch.“

Bevor Gulácsi am Dienstag zum Training aufschlägt, bleiben ihm immerhin zwei Wermutstropfen. Beim frühen Gegentor war er machtlos und sein Team gewann auch ohne ihn mit 3:1.

Fotos: Picture Point/Roger Petzsche