Bullen-Coach Rangnick: „Denke nicht an den Aufstieg“

Ralf Rangnick ist mit den „Roten Bullen“ auf dem Sprung in die Bundesliga - aber noch sind 15 Zweitliga-Spiele zu bestreiten.
Ralf Rangnick ist mit den „Roten Bullen“ auf dem Sprung in die Bundesliga - aber noch sind 15 Zweitliga-Spiele zu bestreiten.

Leipzig - RB Leipzig stürmt der ersten Bundesliga entgegen. Der Klub steht vor dem Rückrundenstart mit acht Punkten Vorsprung auf Rang drei an der Tabellenspitze.

Alles andere als der lang ersehnte Sprung ins Oberhaus wäre eine Überraschung, auch wenn sich Trainer Ralf Rangnick (57) noch vorsichtig gibt.

MOPO24: Herr Rangnick, Sie gehen am Sonntag als Spitzenreiter mit komfortablem Vorsprung in die letzten 15 Spiele. Sind sie schon ganz auf Aufstieg programmiert?

Ralf Rangnick: „Ich denke weder an den Aufstieg noch an den Nicht-Aufstieg, sondern an das Training und an das Spiel am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig. Das Einzige, was für uns zählt, ist das nächste Spiel. Mit dem Denken sind wir bislang gut gefahren.“

MOPO24: Ist der Kader so gut, dass er auch in der 1. Liga bestehen könnte?

Rangnick: „Wir müssen zunächst die bestmögliche Rückrunde spielen und machen dann die Kaderplanung. Das haben wir in den letzten drei Jahren immer so gehalten.“

MOPO24: Sie selbst hören zum Saisonende als Trainer auf. Bis wann wird Ihr Nachfolger präsentiert?

Rangnick: „So früh wie möglich. Aber natürlich brauchen wir noch etwas Zeit, bis wir den Richtigen gefunden haben.“

MOPO24: Wenn der Aufstieg gelingt, treffen Sie in der neuen Saison auch wieder auf die Bayern. Wie sehen Sie dort die aufkommenden Unstimmigkeiten, seitdem Trainer Pep Guardiola seinen Abschied angekündigt hat?

Rangnick: „Da bin ich viel zu weit weg, um etwas Sinnvolles zu sagen. Ich finde es schade, dass Pep Deutschland verlässt. Er hat der Bundesliga sehr gut getan. Er ist einer der besten, wenn nicht gar der beste Trainer der Welt. Aber mit Carlo Ancelotti werden die Bayern in der nächsten Saison wieder eine dominante Rolle spielen.“

MOPO24: Ist für Sie Leipzig eigentlich das Ende aller Träume?

Rangnick: „Wenn es mir gut geht und ich gesund bleibe, ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass ich vielleicht noch einmal woanders einsteige. Als Vereinstrainer sehe ich mich in dem Alter aber nicht mehr, höchstens als Sportdirektor. Allerdings ist die Jobzufriedenheit bei mir derzeit sehr groß.“

MOPO24: In Leipzig kursieren Gerüchte über eine neue Mega-Arena. Dabei waren die 41.795 Plätze erst ein Mal ausverkauft. Warum denkt man an ein größeres Stadion bei einem Zuschauerschnitt von knapp 29.000?

Rangnick: „Sollten wir mal in der Bundesliga spielen, wird das Stadion wohl 17 Mal pro Saison ausverkauft sein.“

Foto: Picture Point/Roger Petzsche


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