Seine Leidenszeit nimmt einfach kein Ende

Am 7. Dezember 2014 riss sich Boyd bei der Partie gegen den FC Ingolstadt ohne Gegnereinwirkung das Kreuzband.
Am 7. Dezember 2014 riss sich Boyd bei der Partie gegen den FC Ingolstadt ohne Gegnereinwirkung das Kreuzband.

Von Maria Köhler

Leipzig - Am Montag jährte sich der schlimmste Moment in der Profi-Karriere von Terrence Boyd. Der Stürmer der „Roten Bullen“ spricht über seine schwere Verletzung und die Ungewissheit über seine Zukunft.

Boyd, der sich am 7. Dezember 2014 ohne gegnerische Einwirkung das Kreuzband riss, weiß momentan nicht, woran er ist: „Es tut nie weh. Das ist aber leider auch das Trügerische.“

So geht es nun schon seit dem Tag, als er mit seinen langen Stollen im nassen Rasen hängen blieb. „Ich kann noch nicht so intensiv trainieren. Erst wenn ich wieder richtig anfange, habe ich Gewissheit über den Zustand meines Knies“, erklärt der 24-Jährige.

Ihm ist bewusst, dass nach dem tragischen Vorfall gegen Ingolstadt die Bänder erneut reißen können.

Terrence Boyd war in den letzten Monaten vor allem bei PR-Terminen wie hier bei Sponsor Porsche für die "Roten Bullen" aktiv.
Terrence Boyd war in den letzten Monaten vor allem bei PR-Terminen wie hier bei Sponsor Porsche für die "Roten Bullen" aktiv.

Zuletzt misslang seine Rückkehr auf den Platz. Nachdem er Ende September Sprints und Torschüsse übte, folgte ein Rückschlag:

Es sammelte sich Flüssigkeit im rechten Knie an. Boyd: „Du kannst dagegen nichts machen. Ich hatte ein kleines Tief, aber nun bin ich positiv.“

Was täglich bleibt, sind eine halbe Stunde Fahrradfahren oder laufen - und sein Handy. Der US-Nationalspieler hat zurzeit ein monatliches Datenvolumen von zehn Gigabyte. Außerdem hat Boyd ein Fernstudium im Fach Medienkommunikations-Management begonnen.

Im Januar werde er das Knie wieder mehr belasten: „Dann könnte ich theoretisch nach ein bis zwei Monaten wieder richtig loslegen.

Augen zu und durch: Noch ist völlig unklar, wann Boyd auf den Platz zurückkehren kann.
Augen zu und durch: Noch ist völlig unklar, wann Boyd auf den Platz zurückkehren kann.

Fotos: Picture Point/Roger Petzsche (2); dpa/Uwe Anspach


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