Sergio Ramos zieht alle Vorwürfe ins Lächerliche!

Madrid - Schlechter Gewinner? Auf einer Medienveranstaltung hat sich Real Madrids Kapitän laut der spanischen Zeitung AS nach dem Champions-League-Sieg seiner Mannschaft gegen den FC Liverpool über dessen Spieler lustig gemacht!

Das erste Foul: Sergio Ramos foult Mohamed Salah so sehr, dass dieser verletzt ausgewechselt werden musste.
Das erste Foul: Sergio Ramos foult Mohamed Salah so sehr, dass dieser verletzt ausgewechselt werden musste.  © DPA

Der 32-Jährige reagierte genervt auf die anhaltenden Vorwürfe und die andauernden Nachfragen zu seinem Foul an Ägyptens Superstar Mohamed Salah:

"Verdammt nochmal, aus der Sache mit Salah wurde ein Riesending gemacht", sagte Ramos ungehalten und legte seine Sicht der Dinge dar: "Ich wollte nicht darüber reden, denn das Thema wurde aufgebauscht. Aber ich sehe die Szene noch gut vor mir. Er greift als erster nach meinem Arm und ich falle auf die andere Seite. Die Verletzung erlitt er am anderen Arm und über mich wurde gesagt, dass ich einen Judo-Griff angewendet hätte", erklärte der 155-fache Nationalspieler Spaniens seine abstrakte Sicht der Dinge.

Auch seine nächsten Aussagen sind zweifelhaft: "Mit einer Spritze hätte er die zweite Halbzeit spielen können, ich habe das schon mehrfach gemacht", gab Ramos an.

Dass Salah sogar versucht hatte, weiterzuspielen, dann aber unter Tränen ausgewechselt werden musste, schien der Star von Real wohl vergessen zu haben.

Er ging auch auf die zweite, vielleicht noch entscheidendere Szene des Finals ein.

Pure Freude über den Champions-League-Sieg trotz zweier Unsportlichkeiten: Real Madrids Kapitän Sergio Ramos.
Pure Freude über den Champions-League-Sieg trotz zweier Unsportlichkeiten: Real Madrids Kapitän Sergio Ramos.  © DPA

In dieser hatte er den deutschen Torwart Loris Karius mit einem Ellenbogencheck eine Gehirnerschütterung verpasst, wie sich allerdings erst später herausstellte. Das erklärt im Nachhinein aber auch die Fehler des 24-Jährigen.

"Danach sagt der Torhüter, dass er nach dem Zusammenprall mit mir eine Gehirnerschütterung erlitten habe", zweifelte Ramos die Untersuchungsergebnisse der Ärzte an und fügte immer ausfallender werdend hinzu: "Jetzt fehlt nur noch, dass Firmino sagt, er habe sich erkältet, weil er einen Schweißtropfen von mir abbekommen hat", ätzte Ramos gegen die Liverpool-Spieler.

Kann man die Vorwürfe gegen sich auf noch ungeschicktere Art noch stärker ins Lächerliche ziehen?

Wohl kaum. Die Aussagen von Ramos zeugen nicht gerade davon, dass er begriffen hat, wie sehr er das Finale mit seinen unsportlichen Aktionen mit entschieden hat.

So gut Ramos als Anführer und Abwehrspieler ist: Diese Aussagen hätte sich ein Mann seiner Klasse und Erfahrung sparen sollen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0