Benefizspiel fürs Flutlicht: BSG Chemie trifft auf nächsten großen Namen

Auch das Benefizspiel gegen 1860 München am 13. Januar steht unter dem Motto "Flutlicht für Leutzsch".
Auch das Benefizspiel gegen 1860 München am 13. Januar steht unter dem Motto "Flutlicht für Leutzsch".

Leipzig/München - Die BSG Chemie Leipzig tritt zum nächsten Benefizspiel an. Nach dem 2:4 gegen die U23 von Schalke 04 reisen die Leutzscher nun am 13. Januar nach München, um gegen den TSV 1860 weitere Einnahmen zu generieren. Auch ein Rückspiel in Leipzig ist geplant.

Nach dem diesjährigen Aufstieg der Leutzscher in die viertklassige Regionalliga Nordost gab es gehobene Anforderungen vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) an die dort antretenden Teams.

So muss die BSG eine Flutlichtanlage mit vier Masten errichten. Dafür gewährte der NOFV jedoch eine zweijährige Übergangsfrist (TAG24 berichtete).

Rund 25.000 Euro flossen nach dem Spiel gegen die königsblauen Amateure aufs Konto der Grün-Weißen. 3102 Zuschauer hatten die Partie (Chemie verlor 2:4) im Alfred-Kunze-Sportpark verfolgt.

Nun also Sechzig. Die beiden Teams trafen bereits im DFB-Pokal 1994/95 aufeinander. Dort konnte sich der TSV damals im Elfmeterschießen gegen den FC Sachsen Leipzig 4:3 durchsetzen. Nach den verlorenen Relegationsspielen gegen Regensburg und dem damit verbundenen sportlichen Abstieg aus der 2. Bundesliga, sollte 1860 in der laufenden Saison eigentlich in der 3. Liga antreten.

1860 München führt nach dem Abstieg im Sommer nun die Regionalliga-Tabelle an

Im Spiel gegen die U23 des FC Schalke 04 am 2. September unterlag die BSG mit 2:4
Im Spiel gegen die U23 des FC Schalke 04 am 2. September unterlag die BSG mit 2:4

Doch der fällige Geldbetrag zur Sicherung der Lizenz wurde nach immer wieder auftretenden Differenzen zwischen der Klubführung und Investor Hasan Ismaik nicht fristgerecht hinterlegt.

Somit stieg der TSV zwangsweise in die Regionalliga Bayern ab und spielt seitdem viertklassig - genau wie Chemie Leipzig. Profitiert hatte der SC Paderborn, der eigentlich abgestiegen war, somit aber in der 3. Liga blieb (TAG24 berichtete).

Trotz der tristen Gegenwart haben die Münchner noch einige namhafte Spieler in ihren Reihen. Neben Verteidiger Jan Mauersberger (31) spielen auch Mittelfeldakteur Timo Gebhart (28) und Stürmer Sascha Mölders (32) beim TSV. In der Regionalliga Bayern steht das Team von Trainer und Ex-Profi Daniel Bierofka (38) an der Tabellenspitze.

Die Einnahmen aus dem Spiel im Stadion an der Grünwalder Straße (13. Januar, 18 Uhr) werden laut Angaben von Chemie dreigeteilt. Von den Geldern profitiert zum einen die Kindertafel München, der Rest fließt in Projekte beider Vereine. Der TSV 1860 werde die Einnahmen demnach für Instandhaltungsarbeiten an den Flutlichtanlagen der Trainingsplätze nutzen. Die Leutzscher benötigen für den Alfred-Kunze-Sportpark generell erst mal eine Flutlichtanlage.

Im Sommer 2018 solle dann sogar ein weiteres Duell - diesmal in Leipzig - folgen. Einen genauen Termin dafür gibt es noch nicht. Die Eintrittspreise und alle weiteren Infos folgen laut Klubangaben noch. Für die Auswärtsfahrt nach München ist ein Sonderzug geplant.


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