Warum schenkte Chemie Leipzig im Gästeblock nur Plörre aus?

Die Babelsberger mussten am Sonntag die drei Punkte in Leipzig lassen. Zu allem Übel gab es für die Gästefans im Stadion nur Leichtbier.
Die Babelsberger mussten am Sonntag die drei Punkte in Leipzig lassen. Zu allem Übel gab es für die Gästefans im Stadion nur Leichtbier.  © BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Leipzig - Es hätte alles so schön sein können: Erster Regionalliga-Sieg und eine freundschaftliche Atmosphäre zwischen Chemikern und Babelsbergern. Doch für die Gäste hatte die Auswärtsfahrt nach Leipzig einen Haken: Im Fanblock gab es nur Leichtbier.

Den Bierkennern unter den Babelsbergern fiel der Unterschied sofort auf: Ein Leichtbier enthält nicht nur weniger Alkohol, sondern kann in Sachen Geschmacksintensität nicht wirklich mit einem Vollbier mithalten.

Zudem war der Biervorrat in der Gästekurve des Alfred-Kunze-Sportparks nach einer halben Stunde Spielzeit vorübergehend aufgebraucht.

Wer den Leutzschern aber böse Absicht unterstellen will oder sie für schlechte Gastgeber hält, liegt falsch. Denn nach Angaben des Vereins war das Leipziger "Bier-Gate" keiner internen Vorgabe geschuldet, sondern ein Fehler der Cateringfirma. Da es sich bei der Partie zwischen Chemie Leipzig und dem SV Babelsberg um kein sicherheitsrelevantes Spiel handelte, gab es keinen Grund, auf "richtiges" Bier zu verzichten.

"Die Sache ist uns natürlich ziemlich peinlich. Wir wollten auf keinen Fall unsere Gäste aus Babelsberg verärgern", versichert BSG-Sprecher Jörg Augsburg auf Anfrage von TAG24. "Eigentlich hatte die Begegnung alles, was man sich wünscht: Die beiden Fan-Lager verstehen sich gut, es herrschte eine entspannte, freundschaftliche Atmosphäre im Stadion. Die Sache mit dem Bier trübt diesen Eindruck. Deshalb wollen wir uns in aller Form bei den Babelsberger Fans entschuldigen", so Augsburg weiter. Bei einer mündlichen Entschuldigung soll es nicht bleiben. Augsburg zufolge überlegt man bei der BSG bereits, wie die Wiedergutmachung aussehen soll.

Auf Facebook kündigte der Verein bereits an, beim nächsten Heimspiel gegen Babelsberg 100 Liter (richtiges) Freibier auszuschenken - vorausgesetzt, beide Vereine treffen in der nächsten Saison wieder aufeinander.


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