Nach Hitlergruß-Skandal: Lok-Nachwuchs bekommt zweite Chance

Leipzig - Nach dem Skandal um die B1-Jugend des 1. FC Lokomotive Leipzig will der Verein den Nachwuchsspielern noch eine zweite Chance geben.

Der Verein greift hart durch, wenn es um sensible Themen wie Rechtsextremismus geht
Der Verein greift hart durch, wenn es um sensible Themen wie Rechtsextremismus geht  © Screenshot/Facebook, Lok Leipzig

Die jungen Kicker seien nach dem Vorfall sehr betroffen gewesen und hätten sich entschuldigt. Anscheinend war den Teenies die Tragweite ihrer Handlung nicht bewusst gewesen, so Vizepräsident Alexander Voigt zur "LVZ". Deshalb soll die B1-Mannschaft jetzt an Workshops zum Thema Demokratieverständnis teilnehmen.

Mehrere Kicker aus dem B1-Nachwuchs hatten vergangenes Wochenende auf dem Vereinsgelände im Stadtteil Probstheida für ein Foto den Hitlergruß gezeigt. Aufgefordert hatte sie dazu der Co-Trainer (TAG24 berichtete). Zwei Tage danach entließ der Verein beide Trainer, der Co-Trainer erhielt Hausverbot. Gegen ihn wurde inzwischen auch eine Strafanzeige gestellt.

"Wir müssen uns da frei schwimmen und uns dagegen wehren, gegen die Klischee-Toleranz", sagte Alexander Voigt kurz nach den Vorfällen im "MDR". "Wir werden da auch weiterhin hart durchgreifen."

Am kommenden Mittwoch hat die Vereinsführung außerdem kurzfristig eine Mitgliederversammlung einberufen, um die Geschehnisse auszuwerten.

Titelfoto: Screenshot/Facebook, Lok Leipzig


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