Lok-Präsident nach Pyro-Derby mächtig sauer auf Chemie Leipzig

Beim Derby am Mittwoch waren Pyro und Böller gezündet worden, das Spiel musste für 15 Minuten unterbrochen werden.
Beim Derby am Mittwoch waren Pyro und Böller gezündet worden, das Spiel musste für 15 Minuten unterbrochen werden.

Leipzig - Thomas Löwe (50), der Präsident des 1. FC Lokomotive Leipzig ist sauer auf den Lokal-Rivalen BSG Chemie.

Bitteres Nachspiel: Fast eine Woche später sorgt das Derby zwischen den beiden Leipziger Vereinen noch immer für Aufregung. Denn offenbar herrscht Uneinigkeit darüber, wie mit den Vorkommnissen am Spieltag zwischen den Fanlagern umgegangen werden soll.

Während die Blau-Gelben intensiv gegen die Krawall-Fans vorgehen wollen, gab Chemie bisher keine Konsequenzen auf die Vorfälle vom Buß- und Bettag bekannt. Sehr zum Ärger von Löwe: "Ich bedauere sehr, dass Chemie bisher nicht zu den skandalösen Vorfällen Stellung bezogen hat. Immerhin wurden unsere Ballkinder und Fans mit Raketen beschossen, sowie der Gästeblock massiv zerstört", sagt der 50-Jährige zur Bild.

Das Spiel am vergangenen Mittwoch musste kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit für 15 Minuten unterbrochen werden, da Böller im Block der Lok-Fans gelandet waren. Daraufhin hatten Anhänger der Blau-Gelben versucht, in den BSG-Fanbereich zu gelangen (TAG24 berichtete).

Ein Sprecher der BSG Chemie erklärt TAG24 dazu: "Natürlich gibt es Gespräche im Verein. Und wenn es um Personen geht, die sich vorsätzlich gegen die Stadionordnung hinwegsetzen, dann müssen die auch mit Konsequenzen rechnen."

Noch steht die Strafe aus. Vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) haben beide Vereine bereits Post bekommen. Bis zum Wochenende sollen sie nun schriftlich zu den Krawallen Stellung nehmen.


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