Urteile gegen Lok und Chemie nach Krawall-Derby noch in diesem Jahr

Beim Derby am 22. November hatten Unbekannte Pyrotechnik gezündet und für eine fast 20-minütige Spielunterbrechung gesorgt.
Beim Derby am 22. November hatten Unbekannte Pyrotechnik gezündet und für eine fast 20-minütige Spielunterbrechung gesorgt.

Leipzig - Bitteres Nachspiel: Nachdem es beim Derby zwischen Lok Leipzig und BSG Chemie Leipzig im November zu Krawallen gekommen war, werden noch in diesem Jahr die Urteile für die beiden Vereine erwartet.

Lok und Chemie hatten hatten bereits vor einigen Tagen Stellungnahmen zu den Vorfällen beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) eingereicht. Vor allem der Schiedsrichterbericht von Henry Müller und der Sonderbericht eines Spielbeobachters des NOFV sollen für Aufklärung sorgen. "Wir werden zwischen den Jahren zu einem Ergebnis kommen", äußerte sich der Vizepräsident des Sächsischen Fußballverbandes (SFV) Stephan Oberholz gegenüber der LVZ.

Bei dem Spiel am 22. November sorgten verschiedene Zwischenfälle für Aufruhr. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit musste das Match für etwa 15 Minuten unterbrochen werden, da Böller im Block der Lok-Fans gelandet waren. Daraufhin hatten Anhänger der Blau-Gelben versucht, in den BSG-Fanbereich zu gelangen (TAG24 berichtete).

Später kam heraus, dass Tore zum Innenbereich der Lok-Anhänger von Unbekannten aufgeflext worden waren (TAG24 berichtete). So konnten die Aufrührer vermutlich Pyrotechnik und Bengalos in den Fanbereich schmuggeln. Zwei Wasserwerfer der Polizei mussten die Lücken im Zaun blockieren. Auch auf der anschließenden Pressekonferenz hatte sich die Stimmung noch immer nicht beruhigt. Dort wurde BSG-Trainer Dietmar Demuth von einem Lok-Fan mit einem Bierbecher beworfen (TAG24 berichtete).

Welche Konsequenzen die Krawalle ihrer Fans für die beiden Vereine haben werden, wird sich nach Weihnachten entscheiden.


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