Nach Hitlergruß-Skandal: Mit dieser Aktion kämpft Lok Leipzig gegen Diskriminierung

Leipzig - Um Geld für den Kampf gegen Diskriminierung und Faschismus zu sammeln, versteigert Lok Leipzig 13 neue Heimtrikots, die die Spieler beim letzten Punktspiel der Saison trugen.

Die Trikots der Spieler sollen für den guten Zweck versteigert werden.
Die Trikots der Spieler sollen für den guten Zweck versteigert werden.  © Screenshot/Facebook, Lok Leipzig

Anlass der Aktion ist der Fall in der B1-Jugend, der Anfang Mai für Empörung und Kritik sorgte. Damals war ein Foto aufgetaucht, dass die Jugendmannschaft mit Hitlergruß zeigte (TAG24 berichtete). Der Verein hatte nach dem Eklat Konsequenzen angekündigt, zwei Nachwuchs-Trainer wurden entlassen. Die jungen Kicker sollten in Workshops zum Thema Demokratierverständnis aus ihren Fehlern lernen (TAG24 berichtete).

Und das ist auch geschehen: "Die Jungs der B1-Jugend sind [...] seit nunmehr fünf Wochen aktiv dabei, die Ereignisse in mehreren Workshops mit professioneller Hilfe des Landesportbundes Sachsen akribisch aufzuarbeiten", teilte die Lok'sche am Freitag mit.

Doch das sensible Thema soll damit nicht ad acta gelegt werden. Mit dem Erlös der Sondertrikots, auf denen der Schriftzug "Gegen Diskriminierung" prangt, sollen neue Projekte gestartet werden. "Der 1. FC Lok möchte und muss endlich aktiv vorangehen und perspektivisch eigene, präventive Projekte auf die Beine stellen. Dafür bedarf es neben Ideen und Zeit und auch einem kleinen Startkapital", heißt es von den Blau-Gelben.

Noch bis zum nächsten Sonntag haben alle, die den Verein unterstützen wollen, Zeit, ihr Gebot hier abzugeben. Das Startgebot liegt bei allen Trikots bei 99 Euro.


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