Keine Tore im Bengalo-Stadtderby: Lok und Chemie teilen sich Punkte

Die Fans von Lok (li.) und Chemie Leipzig (re.) sorgten mit mehreren Böller-"Choreos" für Aufsehen.
Die Fans von Lok (li.) und Chemie Leipzig (re.) sorgten mit mehreren Böller-"Choreos" für Aufsehen.  © Picture Point / Nico Zeißler

Leipzig - Sowohl Lok (1:3 beim BFC Dynamo) als auch die BSG (0:1 gegen Neugersdorf) verpatzten ihre Generalproben vor dem prestigeträchtigen Stadtderby am Buß- und Bettag. Dort sorgten beide Fanlager mit Böller-Würfen für zwei Unterbrechungen (TAG24 berichtete). Sportlich trennten sich beide Mannschaften 0:0.

Schon vor dem Anpfiff, der wegen des erhöhten Zuschaueransturms und des fälschlicherweise nicht durchgelassenen Chemie-Mannschaftsbusses fast 15 Minuten später ertönte, sorgten die Fans beider Fanlager mit gezündeten Böllern für Aufsehen. Einer aus dem Lok-Lager flog in Richtung eines Polizisten, der aus dem BSG-Block landete neben Lok-Verantwortlichen.

Keine zwei Minuten waren gespielt, da hatten die Hausherren die erste Chance. Nach einer Ecke stieg Peter Misch zum Kopfball hoch, Latendresse-Levesque im Tor könnte jedoch stark parieren.

Einen Freistoß für die Leutzscher jagte Alexander Bury über den Kasten in Richtung der Gästekurve. Und es ging munter weiter: Djamal Ziane gewann ein 1:1-Duell, sein Schuss prallte jedoch vom BSG-Keeper ab (10.).

Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, das durch viele Fouls und individuelle Fehler geprägt war. Im Mittelpunkt stand vor allem Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus, der nicht immer zur Zufriedenheit beider Fanlager pfiff.

Zwar waren die Probstheidaer über weite Strecken spielbestimmend, doch hochkarätige Chancen erspielte sich bis zur Halbzeit keines der beiden Teams. Somit ging es torlos in die Kabinen.

Hitze Atmosphäre: Sowohl Fans als auch Spieler ließen sich vom Derbyfieber packen und gerieten oft aneinander.
Hitze Atmosphäre: Sowohl Fans als auch Spieler ließen sich vom Derbyfieber packen und gerieten oft aneinander.  © Picture Point

Gerade einmal drei Minuten nach Wiederbeginn musste der Unparteiische die Rivalen in die Kabinen schicken. BSG-Anhänger hatten Lok-Fans mit dem Abrennen von blau-gelben Schals provoziert, es flogen Böller hin und her.

Auf dem Platz hatten die Gastgeber in der 71. Minute gleich mehrfach die Chance zur Führung. Erst parierte Latendresse-Levesque stark gegen Malone, danach scheiterten zwei weitere Lok-Spieler mit ihren Schüssen.

Die BSG versuchte, das Zepter in die Hand zu nehmen, Lok leistete sich in der Phase viele einfache Passfehler.

In der 5. Minute der Nachspielzeit verpasste Loks eingewechselter Angreifer Lorincak per Kopf das 1:0. Weitere Möglichkeiten gab es nicht. Es blieb beim 0:0.

Eklat: Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde BSG-Coach Dietmar Demuth dann noch von einem Lok-"Fan" mit Bier übergossen (TAG24 berichtete).

Lok hat am Sonntag nochmals Heimrecht. Gegner ist dann der Tabellennachbar Berliner AK. Chemie spielt zeitgleich gegen Hertha BSC II. Anstoß ist jeweils 13.30 Uhr.


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