Spielabsagen häufen sich: Für Lok Leipzig und Co. wird's richtig eng

Durch die anstehenden Nachholspiele muss Lok-Trainer Heiko Scholz (52) sein Team auf englische Wochen einstellen.
Durch die anstehenden Nachholspiele muss Lok-Trainer Heiko Scholz (52) sein Team auf englische Wochen einstellen.  © Picture Point

Berlin/Leipzig - Lok Leipzig traf es in diesem Winter bereits viermal, Chemie einmal: Die Spielabsagen in der Regionalliga Nordost häufen sich. Jetzt droht den Vereinen eine ganze Reihe englischer Wochen.

Denn Lok ist nicht das einzige Team, das in den vergangenen Wochen kaum auf den Rasen durfte. Bis Mittwoch waren es in der gesamten Liga 30 Spielabsagen seit dem 19. Spieltag.

Spitzenreiter in dieser Kategorie sind die TSG Neustrelitz, der BFC Dynamo und der FSV Luckenwalde mit jeweils fünf Spielabsagen.

Das Problem: Die Klubs haben nur bis zum 12. Mai Zeit, die Partien nachzuholen. "Der Termin ist in Stein gemeißelt", stellte der Spielleiter der Regionalliga Nordost, Mirko Wittig, gegenüber der "BILD" klar.

"Die 3. Liga startet schon im Juli. Wenn wir das Saisonende verschieben würden, hätte unser Aufsteiger dafür zu wenig Vorbereitungszeit."

Ein Novum ist die Situation aus Wittigs Sicht nicht: "Dass viele Partien im Februar ausfallen, war die letzten Jahre schon immer so. Ich habe eher das Gefühl, dass viele Vereine zu vorsichtig mit ihren Plätzen umgehen."

Für den Spielleiter sind die Vereine am drohenden Termin-Chaos nicht ganz unschuldig. "Ich warne alle Vereine immer: 'seid vorsichtig mit den vielen Absagen.' Dass englische Wochen die Folge sind, ist bekannt. Mein Mitleid hält sich deshalb auch in Grenzen", so Wittig gegenüber der "BILD".

Noch sind nicht alle ausgefallenen Spiele nachterminiert. Doch schon jetzt steht fest: Nach langem Warten stehen Lok Leipzig und Co. schon bald Marathon-Wochen bevor.


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