Keine Chance gegen den Spitzenreiter! 10 Cottbuser bezwingen Chemie Leipzig

Die verkrampften Cottbuser konnten in der ersten Hälfte kaum Akzente setzen.
Die verkrampften Cottbuser konnten in der ersten Hälfte kaum Akzente setzen.  © FC Energie Cottbus

Leipzig - Viel Aufwand, kein Ertrag: Chemie Leipzig hat sich mit einer 0:2-Heimniederlage aus der Winterpause zurückgemeldet. Gegen Energie Cottbus zeigte die BSG dennoch eine über weite Strecken engagierte Leistung.

Der Start in die Rückrunde hätte für die Chemiker kaum härter ausfallen können. Mit dem FC Energie Cottbus kam der unangefochtene Tabellenführer der Regionalliga Nordost in den Alfred-Kunze-Sportpark. In Zahlen ausgedrückt: 50 Punkte (Cottbus) trafen auf 13 Punkte (Chemie).

Gegen den Ligaprimus setzte BSG-Trainer Dietmar Demuth auf Neuzugang Pierre Merkel. Branden Stelmak, der zweite neue Stürmer, musste dagegen erst einmal auf der Bank Platz nehmen.

Auch Rintaro Yajima und Florian Schmidt saßen zunächst nur auf der Bank. Dafür durfte der erst gegen Ende der Hinrunde wiedergenesene Alexander Bury von Beginn an ran.

In den ersten zehn Minuten der Partie war beiden Mannschaften die längere Spielpause anzumerken. Während sich die Leipziger auf ihr Stellungsspiel und das Verteidigen konzentrierten, versuchten die Cottbuser, Ordnung in ihr Aufbauspiel zu bringen. Strafraumszenen gab es nur bei ruhenden Bällen.

Nach elf Minuten kamen die Cottbuser zum ersten Mal durch einen Freistoß in der Nähe der Eckfahne vor das Tor der Chemiker. Doch der Ball verfehlte den Kasten knapp. Ähnlich erging es den Chemikern in der 15. Minute nach einer Ecke. Hier konnte die Hintermannschaft von Energie noch rechtzeitig klären.

Die knapp 3700 Zuschauer im Alfred-Kunze-Sportpark sahen eine engagierte, aber glücklose Leistung der Hausherren.
Die knapp 3700 Zuschauer im Alfred-Kunze-Sportpark sahen eine engagierte, aber glücklose Leistung der Hausherren.

Die BSG zeigte, dass sie die Winterpause effektiv genutzt hatte. Die Cottbuser blieben immer wieder an der Defensive der Gastgeber hängen.

In Minute 18 hatten die Leipziger sogar die bislang beste Chance im Spiel. Doch Stürmer Pierre Merkel verfehlte den Kasten aus spitzem Winkel. Wenig später bekam Marc Böttger nicht genug Druck hinter den Ball.

Die eigentlich so spielstarken Cottbuser schafften es dagegen nicht, Ruhe ins Kombinationsspiel zu bringen. Oft wirkte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz nervös. Dem Tabellenführer fehlte die zündende Idee.

In der 37. Minute kochten die Emotionen hoch. Nach einem Foul von Trogrlic an einem Cottbuser und einer Rudelbildung schickte der Schiedsrichter Energie-Spieler Jose-Junior Matuwila mit Rot in die Kabine.

Jetzt drehten die Cottbuser noch einmal auf. Doch ein Freistoß aus aussichtsreicher Position konnte von den Chemikern geblockt werden. Und so ging es torlos in die Halbzeitpause.

BSG-Trainer Dietmar Demuth musste mit ansehen, wie Energie Cottbus das Spiel mit einem Minimalaufwand für sich entschied. (Archivbild)
BSG-Trainer Dietmar Demuth musste mit ansehen, wie Energie Cottbus das Spiel mit einem Minimalaufwand für sich entschied. (Archivbild)  © Picture Point

Die zweite Halbzeit begann zäh. Cottbus versuchte weiter, ins Spiel zu finden, die Leipziger hielten dagegen.

Erst in der 54. Minute kam der Tabellenführer gefährlich vor das Leipziger Tor. Doch der Cottbuser Kevin Weidlich schob den Ball am Tor vorbei. Wenig später schnappte sich BSG-Keeper Lattendresse-Levesque einen eher harmlosen Schuss.

Besser machte es Energie in der 58. Minute. Nach einer kurz ausgeführten Ecke zog Lasse Schlüter kurz vor der Strafraumgrenze ab. Der Ball ging vom Innenpfosten ins Netz.

Die Leipziger wirkten weiter engagiert und kämpferisch, hatten aber offensichtlich nicht die spielerischen Mittel, um den dezimierten Cottbusern gefährlich zu werden. Die Angriffe der Gastgeber blieben meist ungefährlich.

In der 70. Minute kam Pierre Merkel nach einem langen Ball vor das Tor der Cottbuser. Doch sein schwacher Schuss wurde entschärft.

Stattdessen setzten die Cottbuser noch einen drauf. In der 78. Minute narrte der eingewechselte Streli Mamba die Abwehr der Leutzscher. Mit großer Übersicht legte er auf Lasse Schlüter ab, der seinen zweiten Treffer im Spiel erzielte. Die frustrierten Chemiker antworteten mit einem Distanzschuss durch Daniel Heinze, den der Gäste-Keeper entschärfen konnte.

Die Partie glitt gegen Ende noch weiter in spielerische Magerkost ab. Die Cottbuser verwalteten den Vorsprung ohne zu überzeugen, die Chemiker kämpften, kamen aber zu keiner nennenswerten Torchance mehr. Und so nahm Energie Cottbus die drei Punkte mit nach Hause.

Für die Chemiker heißt es jetzt Mund abputzen und weitermachen. Am Freitag muss das Team von Dietmar Demuth zum SV Babelsberg 03 reisen.


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