Zwei Treffer in der Nachspielzeit! Babelsberg schockt Lok Leipzig

Potsdam - Die nächste Pleite für Lok Leipzig! Gegen den SV Babelsberg gab der 1. FC Lok sogar ein 1:0 aus der Hand. Nach dem frühen Führungstreffer stellte die Loksche ihre Offensivbemühungen weitgehend ein.

Sascha Pfeffer bereitete das frühe 1:0 mustergültig vor. (Archivbild)
Sascha Pfeffer bereitete das frühe 1:0 mustergültig vor. (Archivbild)  © Picture Point

Die Babelsberger übernahmen die Kontrolle und drehten das Spiel. Kurz vor Schluss konnte Lok zum 2:2 ausgleichen, doch die Hausherren drehten in den Schlussminuten noch einmal auf. Am Ende stand es 4:2 für Babelsberg.

Für die Probstheidaer ging es am Mittwoch vor allem darum, den Negativtrend zu stoppen. Seit sieben Spielen wartet die Elf von Trainer Heiko Scholz auf einen Sieg.

Diesmal fackelten die Lok-Kicker nicht lange. Gleich in der fünften Minute verwandelte Maik Salewski eine Flanke von Mittelfeldmotor Sascha Pfeffer aus sieben Metern zum 1:0 für die Gäste.

Wer nun dachte, die Probstheidaer würden das Spiel an sich reißen, täuschte sich. Babelsberg wurde stärker, übernahm die Kontrolle. Der 1. FC Lok lauerte auf Konter - ein gewagter Ansatz.

Leipzig wurde immer tiefer in die eigene Hälfte gedrängt. Trainer Heiko Scholz platzte am Spielfeldrand irgendwann der Kragen.

In Minute 45 hätte sich die Passivität von Lok fast gerächt. Die Lok-Spieler verpassten eine Flanke von links im eigenen Strafraum - die Babelsberger allerdings auch. Und so konnte die Loksche die knappe Führung in die Halbzeitpause retten.

Nach dem Seitenwechsel kam es wie es kommen musste. Abdulkadir Beyazit traf in der 53. Minute für die Babelsberger zum verdienten Ausgleich. Lok hatte zu diesem Zeitpunkt völlig den Faden verloren. Drei Minuten nach dem Gegentreffer verhinderte die Latte, dass die Hausherren das Spiel komplett drehten. Sie machten jetzt ordentlich Dampf.

Babelsberg kontrollierte weiter das Spiel, wollte an diesem Abend den Sieg. In der Schlussphase des Spiel ging es dann Schlag auf Schlag. In Minute 84 machte der Babelsberger Tino Schmidt das 2:1 für die Gastgeber. Fünf Minuten später glich Paul Maurer für die Loksche aus. Was folgte, kann aus Sicht von Lok als der "reinste Horror" bezeichnet werden: Mit seinen Treffern zwei und drei machte Beyazit in der Nachspielzeit den 4:2-Endstand für Babelsberg klar.

Damit bleibt Lok Leipzig das achte Spiel in Folge ohne Sieg. Die Probstheidaer sind mittlerweile auf Tabellenplatz neun abgerutscht. Mit 41 Punkten haben sie nur noch einen Punkt Vorsprung vor Babelsberg auf Tabellenplatz zehn. Am Sonntag (19 Uhr) wartet auf die Kicker von Heiko Scholz ausgerechnet eine Hammer-Aufgabe: Der BFC Dynamo gastiert im Bruno-Plache-Stadion.


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