Lok Leipzig kassiert in Unterzahl erste Saison-Niederlage

Umkämpftes Spiel in Nordhausen: Lok Leipzig hatte in Thüringen seine Problemchen.
Umkämpftes Spiel in Nordhausen: Lok Leipzig hatte in Thüringen seine Problemchen.  © Karina Heßland-Wissel

Nordhausen - Erstmals in den neuen Auswärtstrikots spielte der Tabellenzweite Lok Leipzig am Freitagabend vor 2125 Zuschauern (600 Leipziger) bei Wacker Nordhausen. Allerdings setzte es nach einer Roten Karte in der 1. Halbzeit eine 0:1 (0:0)-Niederlage.

Lok, mit drei Siegen und einem Unentschieden in die zweite Regionalliga-Saison gestartet, war zu Gast beim Neunten aus Nordhausen, die bisher eher unbeständige Ergebnisse ablieferten (1 Sieg, 2 Unentschieden, 1 Niederlage).

Mit knapp zehnminütiger Verspätung pfiff Schiedsrichter Rasmus Jessen (Stralau) die Regionalliga-Partie an.

Beide Teams begannen verhalten, weshalb Strafraumszenen oder gar Torchancen Mangelware waren. Ab Mitte der ersten Halbzeit entwickelten die Hausherren immer mehr Druck und brachten die Sachsen in Bedrängnis. Joy-Lance Mickels (28. Minute) hatte die beste Gelegenheit für Nordhausen in der 1. Halbzeit.

Kurz darauf dezimierte sich Lok selbst: Nach einem harten Foul an Mickels flog Christian Hanne mit glatt Rot vom Feld - Lok fortan nur noch zu Zehnt. Trainer Heiko Scholz musste reagieren, nahm Offensivspieler Hiromu Watahiki runter und brachte Verteidiger Peter Misch.

Der war es auch, der nach 43 Minuten die einzige gute Chance für die Blau-Gelben hatte. Sein Schuss ging aber knapp am Tor vorbei. Danach war Pause.

Die Entscheidung nach 70 Minuten: Nils Pichinot (l.) trifft zum 1:0 für Wacker Nordhausen.
Die Entscheidung nach 70 Minuten: Nils Pichinot (l.) trifft zum 1:0 für Wacker Nordhausen.  © Karina Heßland-Wissel

In Unterzahl verhieß die zweite Halbzeit keine gute zu werden.

Doch die erste Großchance hatte tatsächlich Lok: Paul Schinke zog von der Strafraumgrenze ab, verfehlte jedoch das Tor (53.). Von da an nahm Wacker das Zepter in die Hand und kontrollierte die Partie.

20 Minuten vor dem Ende passierte es dann: Nils Pichinot vollendete zum verdienten 1:0 für die in Überzahl agierenden Thüringer (70.).

Die Einwechslungen von Matus Lorincak und Maik Georgi zahlten sich nicht mehr aus. Die Sachsen konnten den Rückstand nicht mehr wettmachen. Am Ende bedeutete das 0:1 in Nordhausen die erste Saisonniederlage für das Team von Heiko Scholz. Lok bleibt dennoch vorerst Zweiter hinter Cottbus.

Auch die Regionalliga verabschiedet sich für eine Woche in die Länderspielpause. Am 9. September empfängt Lok Leipzig ab 13.30 Uhr im heimischen Bruno-Plache-Stadion Viktoria Berlin.


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