Oberbürgermeister setzen bei Risiko-Spiel ein Zeichen gegen Rechtsextreme

Potsdam/Cottbus - Nach rechtsextremen Ausfällen von Cottbuser Fußballfans im April 2017 wollen die Oberbürgermeister von Potsdam und Cottbus ein Zeichen setzen.

Die beiden Oberbürgermeister Jann Jakobs (li.) und Holger Kelch zeigen Präsenz beim Risiko-Spiel.
Die beiden Oberbürgermeister Jann Jakobs (li.) und Holger Kelch zeigen Präsenz beim Risiko-Spiel.  © DPA (Bildmontage)

Die beiden Oberbürgermeister Jann Jakobs (64, SPD) aus Potsdam und Holger Kelch (50, CDU) aus Cottbus haben ihr Kommen zum Risiko-Spiel in der Regionalliga Nordost zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FC Energie Cottbus angekündigt.

"Ich bin stolz, dass das Bündnis 'Potsdam! bekennt Farbe' die Schirmherrschaft für dieses wichtige Spiel übernommen hat und damit die Kampagne 'Nazis raus aus den Stadien stärkt'", so der Bündnisvorsitzende Jann Jakobs am Donnerstag zur DPA.

Rassismus habe weder in den Stadien noch in der Gesellschaft etwas zu suchen, betonte sein Cottbuser Amtskollege Holger Kelch.

"Der FC Energie Cottbus hat nicht erst seit den Vorfällen vor einem Jahr in Babelsberg sehr konsequent auf diese so genannten Fans reagiert", lobte Kelch. "Solche 'Fans' gehören nicht zum FCE."

Der Club arbeitet auch mit dem Bündnis "Cottbuser Aufbruch" zusammen, das wie das Potsdamer Bündnis für Toleranz und gegen Rassismus eintritt.

Wegen der hässlichen Vorfälle am 28. April 2017 (TAG24 berichtete) sind zu der Regionalliga-Partie zwischen am Sonntag (13.30 Uhr) keine Gäste-Fans im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion zugelassen.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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