8:0 in Taucha! Aue bucht das Halbfinale im Sachsenpokal

Aue gab sich mit Mike Könnecke (rechts) keine Blöße in Taucha.
Aue gab sich mit Mike Könnecke (rechts) keine Blöße in Taucha.

Von Olaf Morgenstern

Leipzig - Auch ohne Derby-Helden brannte nichts an: Eine Woche nach dem Sieg beim CFC hat sich der FC Erzgebirge im Landespokal erneut überzeugend präsentiert.

Bei der drei Klassen tiefer spielenden SG Taucha 99 gewannen die Veilchen am Sonntag mit 8:0 (1:0). „In der ersten Halbzeit war der Gegner sehr gut organisiert und meine Mannschaft einen Tick zu lässig“, meinte Trainer Pavel Dotchev, der ohne sechs Derby-Helden begann. Der aus Leipzig stammende Siegtorschütze von Chemnitz, Nicky Adler, stand nicht einmal im Kader.

Kapitän Martin Männel blies nach dem Aufwärmen seinen geplanten Einsatz ab. Beim Torhüter zwickte es in der Leistengegend. Das Risiko war mit Blick auf das bevorstehende Dresden-Duell einfach zu groß.

Hier trifft Aue zum 1:0.
Hier trifft Aue zum 1:0.

Mario Kvesic erzielte vor 1350 Zuschauern mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze die Führung (36.). Dotchev brachte mit Beginn der zweiten Halbzeit Tom Nattermann für den enttäuschenden Max Wegner und wechselte damit den Sieg ein.

Nattermann traf innerhalb von sieben Minuten zum 2:0 (64.), 3:0 (66.) und 4:0 (71.). Als Lohn für seinen lupenreinen Hattrick durfte der Leipziger direkt nach Hause fahren.

„Ich wohne zehn Minuten von hier entfernt, habe in der Innenstadt von Leipzig mit meiner Freundin Viktoria noch eine Wohnung“, verriet der Veilchen-Stürmer, der mit seinem Auftritt zufrieden war.

„Ich bin etwas unglücklich ins Spiel gekommen mit der Chance, die ich aus einem halben Meter vergebe. Aber das ist schon ganz anderen passiert, zum Beispiel Mario Gomez gegen Österreich. Ich habe einfach weiter gemacht und auf die nächste Chance gewartet.“

Nach Nattermann trafen noch Calogero Rizzuto (74., 79.), Hakki Yildiz (85.) und nochmals Kvesic (87.). Und so gab es für Dotchev am Ende wenig zu meckern.

„Max Wegner ist unter seinen Möglichkeiten geblieben. Das haben wir zur Pause korrigiert. Die zweite Halbzeit war so, wie ich mir das vorgestellt habe“, lobte der Veilchen-Trainer nach dem Einzug ins Halbfinale.

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer


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