Nächste Pleite! Was ist nur mit Dynamo los?

Hier schlägt es zum 0:1 durch den Dänen Gytkjaer ein.
Hier schlägt es zum 0:1 durch den Dänen Gytkjaer ein.  © Lutz Hentschel

Dresden – Was ist nur mit Dynamo los? Die Schwarz-Gelben begannen am Freitagabend so engagiert, zeigten Willen, endlich wieder in die Erfolgsspur zu kommen, doch am Ende setzte es die dritte Niederlage in Serie.

Vor 29.564 Zuschauern im DDV-Stadion unterlag das Team von Trainer Uwe Neuhaus 1860 München mit 1:2 (0:1). Christian Gytkjaer (43.) und Levent Aycicek (46.) schossen die „Löwen“ zum Sieg. Da konnte der Treffer von Marco Hartmann (89.) auch nichts mehr ausrichten. Für die Bayern war das im Abstiegskampf ein echter Big Point, sie überholen damit zumindest bis Sonntag Erzgebirge Aue, die dann in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart antreten müssen.

Dabei musste 1860 ab der 69. Minute mit zehn Mann auskommen, denn Marnon Busch hatte nach seinem zweiten Foul die Gelb-Rote Karte gesehen. Die fünfte Gelbe sah in der Schlussphase Niklas Kreuzer, der damit kommende Woche beim KSC fehlt.

Dynamo bleiben nach fünf sieglosen Spielen in Serie noch zwei Möglichkeiten, um sich mit Anstand aus der Saison zu verabschieden, die so überragend für die SGD lief. Am kommenden Sonntag in Karlsruhe und am letzten Spieltag im eigenen Stadion gegen Arminia Bielefeld.

Während der KSC bereits abgestiegen ist, könnte es für die Arminia dann noch um alles oder nichts gehen. Für die Mannschaft von Neuhaus wäre es unterdessen extrem bitter, den fünften Platz noch zu verspielen, schließlich hängt an den erreichten Plätzen auch jede Menge Fernsehgeld.

Akaki Gogia musste ab der 6. Minute aufgrund einer Platzwunde am Hinterkopf mit Turban auflaufen.
Akaki Gogia musste ab der 6. Minute aufgrund einer Platzwunde am Hinterkopf mit Turban auflaufen.  © Lutz Hentschel

Beiden Teams war im Spiel anzumerken, dass es um richtig viel ging. Dynamo wollte endlich den Erfolgsschalter wieder umlegen, 1860 kämpft im Tabellenkeller ums sportliche Überleben.

Zwar musste Neuhaus auf seinen Top-Stürmer Stefan Kutschke (5. Gelbe) verzichten, doch mit Kapitän Marco Hartmann war nach überstandenem Muskelfaserriss wieder ein Leader auf dem Platz.

Und der trieb seine Vorderleute sofort an. An Tempo, Chancen und Aufregern mangelte es in der ersten Hälfte nicht. Schon nach 77 Sekunden hätten die „Löwen“ die Führung erzielen können, doch Gytkjaer vergab die große Chance.

Von dem Dänen werden die Dynamos wohl noch schlecht träumen, denn er wirbelte einige Mal die Abwehr auseinander. Vier weitere große Chancen konnte Torwart Marvin Schwäbe noch abwehren oder der Stürmer vergab, ehe der Keeper in der 43. Minute machtlos war, weil Jannik Müller ihn im Stich ließ.

Bei den Schwarz-Gelben hatten Marvin Stefaniak mit der Hacke (8.) und Akaki Gogia (34) noch die besten Chancen, doch beide scheiterten. Gogia, der heftig von Union Berlin umworben ist, musste ab der 6. Minuten mit blauem Turban klarkommen, nachdem ihm ein Münchner Spieler von hinten gegen den Kopf gerauscht war.

Stefan Kutschke konnte sich die dritte Niederlage in Serie nur von der Tribüne aus mit Freundin Marie-Louise angucken.
Stefan Kutschke konnte sich die dritte Niederlage in Serie nur von der Tribüne aus mit Freundin Marie-Louise angucken.  © Lutz Hentschel

Uwe Neuhaus hatte unterdessen nicht nur Sorgenfalten aufgrund des Rückstandes auf der Stirn, sondern befand sich in der ersten Hälfte im Dauer-Dialog mit den Unparteiischen, die viele enge Situationen zugunsten der Gäste pfiffen.

Nach nur 31 Sekunden hatte er aber erst einmal reichlich Wut auf seine Mannschaft, denn die legte eine Schlafeinlage sondergleichen hin. Jannik Müller spielte einen Rückpass auf Schwäbe, der servierte den Ball geradeaus Romuald Lacazette vor die Füße und der wiederum bediente Aycicek zum 2:0.

Schon ab der 59. Minute hallten die ersten Pfiffe durchs Stadion, die wurden lauter, als Schwäbe mal wieder zur Rettungstat gegen Gytkjaer ansetzen musste, weil die Abwehr schlief und den Dänen überhaupt nicht im Griff hatte.

Von der 60. Minute an unterstützte der K-Block die Mannschaft aber wieder bedingungslos, doch das half nicht, um die Jungs wieder in die Spur zu bringen. Auch nicht, dass München ab der 69. Minute nur noch zehn Mann aufbieten konnte. Marnon Busch hatte die Gelb-Rote Karte gesehen.

Marco Hartmann köpfte in der 89. Minute noch das 1:2, das Stadion tobte, doch die SGD konnte die Partie nicht mehr drehen. Dabei hatte Gogia in der 4. Minute der Nachspielzeit das 2:2 auf dem Fuß. Zu allem Überfluss bekam Niklas Kreuzer auch noch die fünfte Gelbe Karte und verpasst damit das Duell mit seinem Vater, der in Karlsruhe Sportdirektor ist. Florian Ballas verletzte sich am rechten Sprunggelenk.


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