Neuer Club nach vier Jahren Dynamo: Hierhin zieht es Aias Aosman

Dresden - Nach vier Jahren im schwarz-gelben Trikot endet das Engagement von Aias Aosman bei Dynamo in diesem Sommer. Der 24-Jährige hat nun einen neuen Verein gefunden, steht künftig beim türkischen Zweitligisten Adana Demirspor unter Vertrag.

Aias Aosman beim Nachholspiel in Fürth Anfang April.
Aias Aosman beim Nachholspiel in Fürth Anfang April.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Sein neuer Club bestätigte auf der offiziellen Homepage die Verpflichtung des Deutsch-Syrers zum 1. Juli 2019.

Aosman hat eine erlebnisreiche Zeit in Dresden hinter sich. Im Sommer 2014 machte er die SGD auf sich aufmerksam, erzielte bei der 1:2-Auswärtsniederlage des SSV Jahn Regensburg gegen Dynamo den Ausgleichstreffer der Gäste nach einer spektakulären Kombination inklusive Hackentrick von Aosman, gekrönt von einem satten Linksschuss nach Doppelpass.

Vor der Spielzeit 2015/16 wechselte er mit der Empfehlung von 11 Toren für Regensburg nach Dresden und feierte gleich ein erfolgreiches Debüt, als er beim 4:1 gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart den Führungstreffer erzielte.

Souverän marschierte Dynamo in dieser Saison zum Aufstieg. Auch Aosman zeigte starke Leistungen, fiel jedoch auch einmal negativ auf, als er den Münsteraner Benjamin Schwarz anspuckte und deshalb für vier Spiele gesperrt wurde.

Beinahe wäre Aosman von der SGD nach Dubai gewechselt

Aias Aosman mit türkischem Tee in der Hotellobby vor den G20-Länderfahnen im Trainingslager in der Hotelanlage des "Regnum Carya" Belek.
Aias Aosman mit türkischem Tee in der Hotellobby vor den G20-Länderfahnen im Trainingslager in der Hotelanlage des "Regnum Carya" Belek.  © Lutz Hentschel

Im ersten Zweitligajahr gehörte Aosman bei den Schwarz-Gelben meist zur Stammformation, bildete mit "Lumpi" Lambertz, Marco Hartmann oder Niklas Hauptmann eine starke Mittelfeldzentrale und stand sinnbildlich für den Ballbesitzfußball, den Uwe Neuhaus von seinen Jungs forderte.

Das zweite Zweitligajahr, also Aosmans drittes Jahr in Dresden wurde eine sehr wechselhafte Spielzeit für ihn. Zwar sorgte der Mittelfeldspieler ausgerechnet in Regensburg mit seinem Elfmetertor für den ersten Auswärtssieg der Dresdner im Spieljahr 2017/18 (TAG24 berichtete), doch stand der Offensivmann auch kurz vor dem Absprung.

Ein Angebot vom Scheich-Club Al Ahli Dubai verdrehte Aosman im Herbst 2017 den Kopf. Als die Verantwortlichen der SGD von seinen Wechselabsichten erfuhren, wurde er für das Spiel gegen Heidenheim aus dem Kader gestrichen. Der mögliche Transfer platzte schließlich, Aosman musste nach Dresden zurückkehren (TAG24 berichtete).

Während der Rückrunde verlor Aosman ein wenig den Anschluss an die Stammelf und wurde vor dem letzten Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin noch einmal aus disziplinarischen Gründen suspendiert.

Bis zur Suspendierung baut Maik Walpurgis auf den Deutsch-Syrer Aosman als schwimmenden Zehner

Nach dem 1:0-Sieg gegen Bochum im September 2018 jubelt Aosman.
Nach dem 1:0-Sieg gegen Bochum im September 2018 jubelt Aosman.  © Picture Point / Gabor Krieg

In der letzten Saison kam der Trainerwechsel von Uwe Neuhaus zu Maik Walpurgis Aosman vermutlich nicht ungelegen. Der Ostwestfale Walpurgis setzte auf den Techniker, der mittlerweile zum ersten Mal für die syrische Auswahl berufen worden war, als schwimmenden Zehner.

Aosman musste im Wechselspiel mit Baris Atik die einzige Spitze Moussa Koné mit Bällen füttern. Am besten gelang ihm das beim Ausgleichstor der Dresdner im Heimspiel gegen Aue als nach einer Kombination von Aosman und Koné die Dynamo-Fans ein blitzsauberes Kontertor bejubelten (TAG24 berichtete).

Dann folgte allerdings wieder einmal eine Suspendierung!

Aosman soll auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Duisburg mit einem Sicherheitsbeamten am Flughafen aneinander geraten sein. Dynamo gewann ohne ihn das Spiel. In der Rückrunde blieb der technisch versierte Akteur meist außen vor. Das Nachholspiel in Fürth war Aosmans letzter Einsatz über 90 Minuten. Danach wurde er nicht mehr berücksichtigt und gemeinsam mit anderen Abgängen vor dem letzten Saisonauftritt gegen Paderborn verabschiedet.

Kuriose Episode zu Aosman am Rande. Während seines schwarz-gelben Kapitels wurde die Geburtsurkunde des Deutsch-Syrers wieder entdeckt und sein Geburtstag vom 01. Januar 1993 auf den 21. Oktober 1994 korrigiert, wodurch der Kicker mit einem Schlag zwei Jahre jünger als gedacht eingestuft wurde.

Spuck-Attacke von Aias Aosman gegen Münsters Benjamin Schwarz

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0