Baris Atik bittet die Dynamo-Fans um mehr Verständnis

Von Jens Maßlich

Dresden - Zwei Niederlagen reichten, um die Stimmung zwischen den Dynamo-Kickern und schwarz-gelben Fans zu kippen. Auch das Selbstvertrauen hatte bei der Elf von Coach Cristian Fiel zuletzt arg gelitten, da kam die Länderspielpause gerade recht.

Hoch das Bein! Baris Atik (3. von rechts) beim Dynamo-Training im Großen Garten.
Hoch das Bein! Baris Atik (3. von rechts) beim Dynamo-Training im Großen Garten.  © Lutz Hentschel

"Wir haben in den zwei Wochen auf alle Fälle viel Selbstvertrauen getankt" sagte Baris Atik.

Der 24-Jährige Mittelfeldspieler bat aber zugleich auch die eigenen Fans um etwas mehr Verständnis.

"Wir sind eine junge Mannschaft und lernen noch. Wenn Fans beim Stand von 0:0 anfangen zu pfeifen, dann verunsichert das einige Spieler und führt zu Fehlern."

Der Deutsch-Türke spielte auf die 0:2-Pleite gegen Hannover 96 an, als bereits zum Pausen-Tee laute Pfiffe durch das Rudolf-Harbig-Stadion hallten.

Nach Abpfiff mussten die Spieler zum Rapport an den K-Block, wo ihnen einige Anhänger zuschrien: "Wir wollen euch kämpfen sehen!".

„Natürlich gehen dir solche Spiele auch mal in den Kopf, ich hake das aber schnell ab und schaue optimistisch nach vorn“, sagt Atik.

Baris Atik fordert mehr Abschlüsse

Baris Atik (r.) beim Testspiel gegen Paris St. Germain im Duell mit Marco Verratti.
Baris Atik (r.) beim Testspiel gegen Paris St. Germain im Duell mit Marco Verratti.  © Lutz Hentschel

Auch auf dem Spielfeld soll es in Fürth wieder mehr nach vorn gehen.

"Wir müssen mehr zu Abschlüssen kommen. Es gibt schon einige Spieler mit einer sehr guten Schusstechnik in der Mannschaft. Die letzten Partien war das nicht gut. Wir müssen uns mehr und besser bewegen", fordert Atik.

Und zeigt sich selbstkritisch: "Das ist auch mein Problem, ich finde die Situationen nicht. Da muss ich wieder mehr reinkommen, das habe ich mir vorgenommen."

Dass es Atik kann, hat er zum Ende der vergangenen Saison bewiesen.

Bei der 3:1-Gala am letzten Spieltag gegen den SC Paderborn schoss der nur 1,69 Meter große Rechtsfuß aus allen Lagen.

In der neuen Serie wartet er aber noch auf seinen ersten Treffer, dabei setzte Trainer Fiel setzte ihn in der aktuellen Spielzeit in Karlsruhe sogar als Stürmer ein.

"Julian Nagelsmann hat mich in der Jugend in Hoffenheim vorgezogen. Ich weiß wie das geht und fühle mich auch da wohl", so Atik.

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